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Oberösterreich

Drogendealer und Kunde lieferten sich in Braunau filmreifen Kampf

15. Januar 2022 00:04 Uhr

BRAUNAU. Neben einer Schreckschusspistole, einem Baseballschläger und zahlreichen Drogen fanden Polizeibeamte auch gefälschte Impfpässe.

Ein Auto erfasst einen jungen Mann, schleift ihn mehrere Meter mit. Er schafft es trotzdem, wieder aufzustehen, schlägt zuerst die Fensterscheiben und danach auf seinen Kontrahenten ein. Szenen, die geübte Kinobesucher wohl Bruce Willis oder Sylvester Stallone zuschreiben würden.

Vergangenen Mittwoch spielten sich diese Szenen aber nicht auf der Leinwand, sondern mitten im Innviertel ab. Wegen ausständiger Schulden war ein 25-jähriger Serbe, der sich in Braunau eine Existenz als Drogendealer aufgebaut hatte, mit seinem 28-jährigen Kunden aneinandergeraten. Zunächst nur virtuell über den Kurznachrichtendienst "WhatsApp", später auch verbal. Das Ergebnis war kein besonders gutes: Sie vereinbarten ein Treffen und rüsteten sich für einen Kampf. Zum vereinbarten Treffpunkt in Braunau nahmen beide Männer ihre Brüder mit. Der 28-jährige Braunauer wartete auf seinen Drogendealer mit einer Schreckschusspistole in der Hand.

Als der Dealer seinen einst treuen Kunden sah, lenkte er sein Fahrzeug gezielt auf ihn zu. Das Auto erfasste den 28-Jährigen, er wurde mehrere Meter mitgeschleift. Wenige Augenblicke später stand der Braunauer aber wieder auf den Beinen, trat und schlug gemeinsam mit seinem Bruder die Fensterscheiben des Autos ein und verprügelte den 25-jährigen Serben.

Gefälschte Impfpässe gefunden

Und zwar so heftig, dass der 25-Jährige und sein Bruder verletzt auf dem Boden liegen blieben. Die von Zeugen alarmierte Polizei traf sie noch am Ort des Geschehens an, die beiden anderen Brüder aus Braunau waren geflüchtet. Die Beamten konnten drei der Kontrahenten vorübergehend festnehmen, der 28-jährige Braunauer ist nach wie vor auf der Flucht. Bei den bisherigen Ermittlungen wurden die verwendeten Tatwaffen, zahlreiche Drogen sowie zehn gefälschte Covid-19-Impfpässe in einer Wohnung sichergestellt. Mehrere Braunauer wurden als Abnehmer der Pässe ausgeforscht.

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