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Die wachsende Sorge vor den Wölfen erreicht jetzt auch Brüssel

Von OÖN, 26. Mai 2023, 00:04 Uhr
Die wachsende Sorge vor den Wölfen erreicht jetzt auch Brüssel
Mehrere Hundert Wölfe leben derzeit im Alpenraum. Bild: APA/dpa/Lino Mirgeler

BRÜSSEL/LINZ. EU-Kommission beauftragte Experten mit einer Studie, wie mit den Problemen durch Wölfe umgegangen werden kann – in Oberösterreich wartet man gespannt auf Ergebnisse.

Die EU-Kommission hat eine Expertenstudie in Auftrag gegeben, die bis Jahresende Möglichkeiten aufzeigen soll, wie mit den regionalen Problemen durch Wölfe umgegangen werden kann. "Es ist wichtig, die Ängste und Konflikte ernst zu nehmen und wahrzunehmen", sagte Carmen Preising, Kabinettschefin des zuständigen Umweltkommissars Virginijus Sinkevicius, am Mittwochabend bei einer Diskussion über "die Herausforderungen des Wolfsmanagements in der EU" in Brüssel.

"Derzeit haben die Menschen Angst", sagte der Südtiroler Landeshauptmann, Arno Kompatscher, und verwies darauf, dass im Mai in Südtirol viele Eltern die Erlaubnis für die Teilnahme ihrer Kinder an den traditionellen Schulausflügen verweigert hätten. Dazu habe auch der Fall eines Joggers im Trentino beigetragen, der von einem Bären getötet wurde. "Großraubtiere sind nun massiv auch ein politisches Problem", sagt Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (VP). "Die Politik ist gefordert, Lösungen zu finden. Wir brauchen Lösungen für die Bevölkerung, für die Landwirte, aber auch im Sinne der Biodiversität." Die gesamte Wolfspopulation im Alpenraum wird derzeit auf rund 500 bis 600 Wölfe geschätzt.

EU-weit werden Wölfe durch die 1992 beschlossene Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, europaweit auch durch die aus 1979 stammende Berner Konvention des Europarates geschützt. Die Schweiz ist zuletzt mit mehreren Anträgen zur Rückstufung des Schutzstatus des Wolfes, die mehr Handlungsspielraum beim Wolfsmanagement bieten würde, gescheitert.

Landesjägermeister: "Der Wolf muss gemanagt werden"

Wie soll der Mensch mit dem Raubtier Wolf umgehen? Ab wann ist eine Entnahme, ein Abschuss gerechtfertigt? Eine neu geplante Wolfsverordnung heizt die Debatte an. Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner spricht sich für ein klares Management aus.

Richtlinie lässt Spielraum

"Wir glauben, dass die jetzige Richtlinie genug Spielraum lässt", sagte Preising. Jeder Mitgliedsstaat müsse für sich einen geeigneten Mix an Maßnahmen finden, um zu "ganz spezifischen, regionalen Lösungen für den Herdenschutz" zu kommen. Dafür gebe es "viele Best-Practice-Beispiele". Als ersten Schritt brauche es Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung.

Dass die EU-Kommission nun beim Thema Wolf Initiative zeigt, begrüßt Oberösterreichs Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner: "Die Kommission muss prüfen, inwieweit der Schutzstatus des Wolfes geändert werden kann. Und sie wird sich festlegen müssen", sagt er im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Der Wolf sei derzeit jedenfalls keine gefährdete Tierart mehr, argumentiert der oberste Jäger des Landes: "Es ist für mich eine Hysterie, wenn jemand davon redet, dass der Wolf ausgerottet wird. Fakt ist: Die Wolfspopulation ist absolut abgesichert. Deswegen geht es nun um die Frage, wie der Mensch am besten mit dem Wolf leben kann."

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