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Oberösterreich

Die vielen Gesichter des Ehrenamtes

Von Philipp Hirsch  02. August 2019 00:04 Uhr

Die vielen Gesichter des Ehrenamtes
Ohne die Mitarbeit von mehr als 200.000 Ehrenamtlichen würde es bei den Sportvereinen trist aussehen. (colourbox)

LINZ. Das Sportland Oberösterreich sucht gemeinsam mit den OÖNachrichten die "Ehrenamtlichen des Jahres".

Wo wären Oberösterreichs Sportvereine, wenn es die 200.000 Ehrenamtlichen und deren tatkräftige Hilfe nicht geben würde? Sie stehen mit ihrer harten Arbeit zumeist nicht ganz vorne in der ersten Reihe, und dennoch sind sie es, die den Betrieb mit ihrem Einsatz und ihrer Empathie am Laufen halten. Höchste Zeit, diese Freiwilligen vor den Vorhang zu holen. Von der Vereins-Obfrau bis zum Dressen-Wäscher: Das Ehrenamt im Sport hat viele Gesichter. Einige dieser Gesichter stellen wir Ihnen auf dieser Seite vor.

Renate Friedl: Obfrau des Radclubs Arbö Felbermayr Wels

Renate Friedl

„Die Außenstehenden können sich gar nicht vorstellen, welche enormen Leistungen in den Sportvereinen – aber auch bei anderen Organisationen – ehrenamtlich erbracht werden. Bei unserem Radclub ist es ein Fulltime-Job. Die Aufgaben zu erfüllen, ist nur möglich, weil ein starkes Team hinter mir steht, das mich unterstützt. Als berufstätige Frau könnte ich unmöglich alles stemmen. Die Aktion des Ehrenamtspreises für Sportfunktionäre finde ich ausgezeichnet. Und es gibt enorm viele Menschen, die diese Würdigung verdienen.
Ich bin die erste Frau an der Spitze des Radclubs, das war bei meiner Amtsübernahme 2013 für manche nur schwer zu akzeptieren.“

Franz Wamser: Black Wings Linz

 

27.03.2012 EBEHL EHC Liwest Black Wings - EC KAC Finale 3
In der Bildmitte: Franz Wamser

„Ich bin handwerklich – glaub ich – ganz geschickt“, sagt der Urfahraner, der auch mit 70 ein Aktivposten in der Kabine des Eishockey-Topklubs ist. Handschuhe oder Brustpanzer reparieren, Logos aufnähen, Schlittschuhe beim Nachwuchs schleifen – Wamser ist sich bei den Black Wings seit 1996 für keinen Job zu schade. Vor gut sieben Jahren ist der im Brotberuf in einer Montagefirma tätig gewesene Wamser in Pension gegangen, auf die faule Haut legte er sich nie. „Ich hab’ es als nettes Hobby gesehen. Das, was mich antreibt, ist die Anerkennung, die ich von Verein und Spielern bekomme.“ Anlässlich seines 60ers rollten sie für ihn den roten Teppich in der Halle aus.

Richard Wolfesberger: Union Vorderweißenbach

Richard Wolfesberger

Seit 1965 ist Richard Wolfesberger in den verschiedensten Funktionen in der Sportunion aktiv. Auch wenn er als Sektionsleiter der Skifahrer und Tennisspieler in Vorderweißenbach den Platz schon Jüngeren überlassen hat, vertraut man im Vorstand immer noch auf den Rat des 67-Jährigen. Als Beirat ist er in die Entscheidungen des Union-Vorstandes immer eingebunden. Doch die wahren Qualitäten des Mühlviertels liegen im Reparieren von allerlei Gerätschaften. „Von der Lautsprecheranlage bis zum Spurgerät repariere ich alles“, sagt der pensionierte Mechaniker und Sachverständige. Zur Zeit schraubt er gerade an der Schneefräse der Stocksportler.

Christi Buchner: Seit mehr als 53 Jahre bei der SV Ried im Einsatz

Christi Buchner

„Christl Buchner ist die gute Seele bei der SV Ried“, sagt Klaus Roitinger, der viele Jahre Trainer war. Die 70-Jährige arbeitet seit 1966 für den Innviertler Traditionsverein. Buchner ist seit mehr als zehn Jahren in Pension. Wenn Not am Mann ist oder Hilfe benötigt wird, ist sie immer als eine der Ersten zur Stelle.

Rudolf Aigner: Obmann Sportunion Gmunden

„Ich war zwar nie Spitzensportler, aber immer schon ein fanatischer Sportler – in erster Linie aktiv Tennis und Mountainbiken. An der Entwicklung sehen wir, wie wichtig es ist, dass es Sportvereine gibt, die die Jugend zum Sport animieren, auch wenn es schwierig ist.
Die OÖN-Aktion Dankeschön finde ich großartig.“

Heinz Mayr: Glücksbringer bei Vereinen in Steyr

Heinz Mayr

Ich bin ein Läufer, wollte aber nie bloß ein Mitläufer sein“, sagt Heinz Mayr. Im November feiert der pensionierte Rauchfangkehrermeister seinen 80. Geburtstag. Auf deutlich mehr als 100 Jahre würde es der Steyrer bei der Addition seiner ehrenamtlichen Jahre in diversen Vereinen und Organisationen bringen – ein richtiger Glücksfall also. Seit 1959 engagiert sich Mayr bei den Leichtathleten des LAC Amateure Steyr. Er organisiert seit 1963 den Heinz-Mayr-Zehnkampf, hatte schon so ziemlich alle Vereinsfunktionen bis zum Präsidenten inne, war im Schibobclub Steyr aktiv, 62 Jahre lang Feuerwehrmann, Sanitäter, Laienschauspieler, Hobbykabarettist und vieles mehr.

"Unbezahlbare Leistungen"

"Die Leistungen der ehrenamtlichen Helfer und Funktionäre sind unbezahlbar", sagt Sportlandesrat Markus Achleitner (VP). Der Ehrenamtspreis ist für ihn daher ein "großes Dankeschön an alle Ehrenamtlichen im Sport in Oberösterreich". Am 30. Oktober werden die 16 Bezirkssieger in den Promenaden Galerien in Linz geehrt. Aus ihrer Mitte wird dann auch noch der Landessieger für ganz Oberösterreich gekürt.

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Philipp Hirsch

Redakteur Land und Leute

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