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Oberösterreich

"Die Politik muss jetzt klare Corona-Schritte setzen"

Von OÖN   08. Oktober 2021 00:04 Uhr

Peter Niedermoser
Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser 

LINZ / WIEN. Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser ist für eine Verschärfungen der Maßnahmen.

Nachdem am Tag zuvor mit 2693 neuen Fällen ein Höchststand seit 10. April erreicht worden war, ist die Zahl der Neuinfektionen gestern gesunken: auf 1965. In Oberösterreich waren es von Mittwoch auf Donnerstag 414 neue Fälle.

Nach wie vor liegt Oberösterreich mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 205,3 an der Spitze im Bundesländer-Vergleich. Ein Argument, weshalb Oberösterreichs Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser die Landespolitik zum Handeln auffordert, besonders in Bezug auf die laufenden Koalitionsverhandlungen: "Es kann nicht unser Ziel sein, in diesem Ranking spitze zu sein. Die Politik muss klare Schritte zur Eindämmung der Pandemie setzen", sagt Niedermoser. Ein gutes Beispiel sei Wien, wo zuletzt die Corona-Maßnahmen drastisch verschärft wurden und die Inzidenz bei 152,5 liegt.

Bundesweit finden sich gleich acht Bezirke Oberösterreichs unter den zehn Bezirken mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Allen voran liegt Braunau mit 320,2, gefolgt von Kirchdorf an der Krems mit 281,7. Auf Platz drei liegt der Bezirk Scheibbs in Niederösterreich, auf dem achten Platz Salzburg-Umgebung.

Après-Ski-Regelungen

Für die kommende Skisaison liegt zwar die Verordnung der Corona-Regelungen des Gesundheitsministeriums noch nicht vor. Derzeit sei die Rechtslage so, dass die Gemeinden die Sperrstunden beim Après-Ski selbst regeln sollen. Im Bundesland Salzburg, wo mit 161,8 die Sieben-Tage-Inzidenz österreichweit am zweithöchsten ist, lehnt dies der Gemeindebund entschieden ab. Diese Regelung "käme einer Abschiebung der Verantwortung von Länderseite an die Gemeinden gleich", heißt es in einer Aussendung.

851 Patienten werden in Österreich derzeit aufgrund einer Corona-Infektion im Spital behandelt. In Oberösterreich sind 149 Personen hospitalisiert, 113 davon auf Normalpflegestationen. In 36 Fällen verläuft die Infektion so schwer, dass die Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden müssen. In Oberösterreich wurde gestern ein Todesfall (eine 87-jährige Welserin mit Vorerkrankungen) gemeldet.

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