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"Die Liebe zum Verein hält ein Leben lang"

16.Oktober 2020

OÖN Ehrenamtspreis 2020
OÖN Ehrenamtspreis 2020

"Das ist das erste Mal, dass ich bei einer Wahl mitmache. Und dann gewinne ich gleich" sagte Leopold Krempl. Und streckte stolz die Landessieger-Trophäe in die Luft, die ihm Sportlandesrat Markus Achleitner (VP) überreicht hatte. "Und das ist sicher meine letzte Wahl, weil in die Politik geh ich nicht", sagte der 60-Jährige.

Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt er sich für die Sportunion Neumarkt (Bezirk Freistadt) ein. Der Verein dankte es ihm und kürte "Poldi" zum "Ehrenamtlichen des Jahres 2020". Der Preis wurde vergangenes Jahr zum ersten Mal verliehen. Und auch heuer war der Andrang groß: 110.000 Stimmen wurden bei der vom Sportland Oberösterreich, den OÖN, Tips, LifeRadio und TV1 organisierten Wahl abgegeben. Mittwochabend wurden die 16 Bezirkssieger und drei Landessieger in den Linzer Promenadengalerien geehrt.

"Trainer und Mannschaften werden ausgezeichnet, aber nicht jene, die im Hintergrund alles zusammenhalten: unsere Ehrenamtlichen", sagte Achleitner. "Heute holen wir diese Helden vor den Vorhang."

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Verborgenes Lächeln

Auch wenn die Maske das Siegerlächeln im Verborgenen hielt, die Freude war den Ehrenamtlichen klar anzusehen. Und die Maske hatte auch ein Gutes: Sie versteckte die Nervosität.

"Ich hab kalte Füße und butterweiche Knie." Hunderte Male stieg Kampfsportler Christian Ramsebner in den Ring. Und bewies Nerven aus Stahl. Doch als er sich die Trophäe für Platz drei im Landesranking abholte, flatterten plötzlich die Nerven. 2008 gründete der Kulissenmaler am Linzer Musiktheater die Karate-Sektion der ASKÖ Neuhofen an der Krems ( Linz-Land), heute zählt der Verein mehr als 200 Mitglieder.

Das Landessportehrenzeichen und das Ehrenzeichen der ASKÖ trägt er bereits. "Der Ehrenamtspreis hat mir aber noch gefehlt", sagt Landes-Zweiter Gottfried Pöschl von der ASKÖ Freinberg (Schärding). Und schon wie 2019 stand auch heuer die Sportunion Neumarkt (Freistadt) am Stockerl. Während es 2019 nur für den dritten Platz reichte, stürmte Leopold Krempl heuer an die Spitze. "Die Liebe zum Verein hält ein Leben lang", sagt er. "Vielleicht sollten wir pausieren und anderen Vereinen bei der Wahl eine Chance lassen." Trotz der strahlenden Landessieger ging der Auftritt des Abends an einen anderen. Franz Huber vom USV Neuhofen im Innkreis (Ried) stahl allen die Show. Bevor er den Bezirkssieg-Preis an sich nahm, griff er nach seiner Aktentasche und holte Fotos heraus: "Ich bin der Älteste, da darf ich sicher länger von meiner Zeit beim Verein erzählen." (mis)

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01. Dezember 2021