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Oberösterreich

Coronavirus: Weiteres Todesopfer in Linz

Von nachrichten.at   09. April 2020 17:16 Uhr

Der Patient war zuletzt im Krankenhaus der Elisabethinen behandelt worden. 

LINZ. In Oberösterreich ist am Donnerstagnachmittag ein weiteres Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden. Ein Überblick über die Lage im Land und bundesweit.

Laut Auskunft des Landes starb ein 73-jähriger Linzer, der an Vorerkrankungen gelitten hatte, an den Folgen der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Der Mann war zuletzt im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz behandelt worden. Die Zahl der Toten in Oberösterreich stieg damit auf 29 (Stand: Donnerstag, 9. April, 16 Uhr). 

Am Donnerstagnachmittag lagen in ganz Oberösterreich 2081 bestätigte Corona-Infektionen vor, die meisten davon in der Stadt Linz (286 Fälle), gefolgt vom Bezirk Urfahr-Umgebung (275 Fälle) und dem Bezirk Perg (245 Fälle). 146 Personen mussten in einem Krankenhaus behandelt werden, 29 davon auf einer Intensivstation. Mehr als 4.300 Landsleute befanden sich in Quarantäne. 

Die Zahl der aktiven Corona-Erkrankten, also die Zahl der bestätigten Infektionen abzüglich der bereits genesenen Patienten, ist seit mehr als zehn Tagen erstmals unter 1.000 gelegen. Laut Krisenstab waren es am Nachmittag 953.

Beim Krankenhauspersonal (gesamt knapp 27.000 Personen) wurden in Summe 6,3 Prozent krankheitsbedingte Ausfälle (alle Erkrankungen, inklusive Covid-Erkrankte bzw. Covid-positiv Getestete und in Quarantäne befindliche Kontaktpersonen) verzeichnet. 

Mehr als 100 Erkrankte in Altenheimen

Was die Seniorenheime betrifft, so waren am Dienstag 40 Bewohner und 64 Mitarbeiter in 28 Alten- und Pflegeheimen von Covid-19 betroffen. Im Bezirksseniorenwohnheim Bad Hall, wo sich am Mittwoch – wie berichtet – die Verdachtsfälle bestätigt haben, wurden insgesamt neun Mitarbeiter und sieben Bewohner positiv getestet, 12 Mitarbeiter sind vorsorglich in Quarantäne. Beide Wohnbereiche und die nicht erkrankten Bewohner wurden isoliert, hieß es am Donnerstagnachmittag seitens des Landes Oberösterreich. 

Im Seniorenzentrum Keferfeld/Oed Linz wurde ebenfalls ein Bewohner positiv getestet. Der Mann wird derzeit stationär im Krankenhaus behandelt. Zudem wurde die Testung aller Bewohnern und Mitarbeiter veranlasst. Einen Coronafall meldete die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung am Donnerstag, nachdem eine Mitarbeiterin positiv getestet worden war. 

Rumänen in Isolation

Im Fall jener sieben Rumänen, die am Mittwoch wegen Coronaverdachts in Ried im Innkreis getestet wurden, liegen nun die Ergebnisse vor. Die Gruppe hatte, wie berichtet, auf ihrem Weg von Deutschland in ihre Heimat wegen eines medizinischen Notfalls im Innviertel angehalten. Die Rettungskräfte erkannten Corona-Symptome bei zwei Personen. Die beiden wurden sofort ins Krankenhaus gebracht und die anderen fünf isoliert. Als die Tests der beiden Patienten positiv waren, wurden sofort Überprüfungen für die weiteren Personen veranlasst. 

Die übrigen fünf Testergebnisse fielen vorerst negativ aus, teilte das Land am Donnerstag mit. Die Rumänen wurden im Landesbildungszentrum Zell an der Pram 14 Tage behördlich abgesondert und werden vom Roten Kreuz betreut.

"Ostern wird für alle anders sein"

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) schloss sich am Donnerstag dem Appell von Bundeskanzler Sebastian Kurz, zu Ostern keine Familienfeste zu feiern, an. "Ostern wird für alle anders sein. Der Schutz und die Gesundheit unserer Familienangehörigen sind jetzt wichtiger als alles andere. Deshalb ist es unbedingt notwendig, sich auch am Osterwochenende an die Schutzmaßnahmen zu halten", wird Stelzer in einer Aussendung zitiert. 

Nach wie vor gebe es nur vier Gründe das Haus zu verlassen, nämlich um zur Arbeit zu gehen, wichtige Besorgungen zu machen, Hilfsbedürftige zu unterstützen oder für Spaziergänge und Sport in der nähe der Wohnadresse. "Ich weiß, uns wird allen viel abverlangt, aber es ist notwendig, dass wir jetzt durchhalten", sagte Stelzer.

Zahl der Todesfälle verdoppelte sich

Bundesweit war die Zahl der Covid-19-Spitalspatienten stabil. Am Donnerstagvormittag gab es 1.086 Patienten, die sich in stationärer Behandlung befanden, davon mussten 266 intensivmedizinisch betreut werden. Am Mittwoch waren es 1.096 bzw. 267 gewesen. Die aktiven Erkrankungen reduzierten sich binnen 24 Stunden um rund 450. Weiter spürbar steigen dagegen die Todesfälle. 

Die Anzahl der Patienten, die hierzulande an oder mit Covid-19 gestorben sind, verdoppelte sich im Lauf einer Woche fast, und zwar auf 295. Am vergangenen Donnerstag waren 158 Verstorbene ausgewiesen worden. Erfreulich ist demgegenüber die Entwicklung bei den Wiedergenesenen.

Am Donnerstag gab es derer offiziell 5.240, über 700 mehr als am Vortag. Die aktiven Erkrankungen (Bestätigte Infektionen abzüglich der Todesfälle und der Neugenesen) hatten sich binnen 24 Stunden somit um rund 450 reduziert. Diese Quote war den sechsten Tag in Folge rückläufig. Laut Innenministerium wurden bundesweit bis Donnerstag, 10.30 Uhr 13.120 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

 

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