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Oberösterreich

Coronavirus - Österreicher aus Wuhan in Wien eingetroffen

Von nachrichten.at/apa   02. Februar 2020 21:40 Uhr

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und Michael Binder (Medizinischer Direktor des KAV)

LINZ/WIEN. Die sieben Österreicher aus dem chinesischen Coronavirus-Epidemiegebiet Wuhan sind am Sonntag gegen 20.20 Uhr wohlbehalten in Wien-Schwechat angekommen.

Die Heimkehrer sollten zur Erstversorgung in das Hygienezentrum der Stadt Wien gebracht werden, wo auch die Abstriche für die Virus-Tests erfolgen. Krankheitsfall war keiner bekannt, dennoch wird es eine 14-tägige Quarantäne geben.

Laut Außenamtssprecher Peter Guschelbauer handelt es sich bei den sieben Österreichern um den österreichischen Konsul, einen Osttiroler sowie zwei Männer, zwei Frauen und ein Kind, alle aus Niederösterreich. Sie wurden bei der Rückkehr von der Öffentlichkeit abgeschirmt und nicht über ein normales Terminal abgefertigt.

Video: Österreicher aus China ausgeflogen

Die französische Maschine, die neben 282 Europäern auch die sieben Österreicher an Bord hatte, war am Sonntagnachmittag auf der Luftwaffenbasis Istres-Le Tube gelandet. Eine Hercules C-130 des österreichischen Bundesheeres übernahm anschließend den Weitertransport in die Heimat. Dieser verzögerte sich durch die Abwicklung in Frankreich jedoch deutlich.

"Österreicher können sich auf uns verlassen"

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) dankte in einer Stellungnahme den Mitarbeitern seines Ressorts. "Besondere Anerkennung gebührt unserem Konsul Nikolai Herold, der sich freiwillig in das Krisengebiet begeben hat, um die Österreicher und ihre Angehörigen direkt vor Ort zu betreuen und ihnen die Heimreise zu ermöglichen." Österreicherinnen und Österreicher, die im Ausland unverschuldet in Gefahrensituationen kommen, könnten sich darauf verlassen, "dass wir nichts unversucht lassen, Ihnen zu helfen".

Anschober: Größte Vorsicht, auch bei sieben Rückkehrern

Es gebe keinen Grund zur Panik, aber man werde größte Aufmerksamkeit und Vorsicht walten lassen, kündigte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend an.

Das gelte auch für die sieben Heimkehrer aus dem chinesischen Coronavirus-Epidemiegebiet Wuhan. Diese würden vorerst in das Wiener Hygieneinstitut gebracht und 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Video: Pressekonferenz zur Rückholaktion aus China

Die sieben Österreicher, der österreichische Konsul, ein Osttiroler sowie zwei Männer, zwei Frauen und ein Kind, alle aus Niederösterreich, wiesen bisher keinerlei Symptome auf. 

Video: Rückkehrer aus Coronavirus-Gebiet mit Vorsicht in Wien erwartet

Sollten die Ergebnisse, die bis Montagmittag erwartet wurden, einen Nachweis des Coronavirus ergeben, würden die Betroffenen in die Isolierstation des Kaiser-Franz-Josef-Spitals gebracht. Ansonsten würden diese zumindest 14 Tage isoliert, ob im Hygieneinstitut oder anderen geeigneten Einrichtungen, würde bis Montagnachmittag entschieden, so die stellvertretende Landessanitätsdirektorin von Wien, Ursula Karnthaler.

Anschober dankte allen Mitwirkenden an der Rückführungsaktion, insbesondere dem Bundesheer, dem Flughafen Wien, der Berufsrettung sowie den Wiener Gesundheitsbehörden. Diese sehen sich gut aufgestellt, um die Bedrohung zu bewältigen, so Hacker, der auf ein ausgetüfteltes Krisenmanagement verwies. Es bestehen kein Grund zur Nervosität, aber man werde mit großer Aufmerksamkeit die notwendigen Schritte setzen.

"Mit 14 Tagen sind wir auf der sicheren Seite"

Der medizinische Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbundes, Michael Binder, betonte, man könne die bisher gesunden Heimkehrer innerhalb weniger Stunden auf den Coronavirus testen. Dies erfolge durch Abstriche im Hals- und Nasenbereich. Ist das Ergebnis positiv, werde man die betroffenen Personen sofort auf die Isolierstation verlegen. Ansonsten werden sie isoliert und überwacht und laufend auf mögliche Symptome untersucht. Für ihre Unterbringung gibt es laut Hacker mehrere Möglichkeiten. "Mit 14 Tagen sind wir auf der sicheren Seite", erklärte Binder den Zeitraum der Quarantäne.

Bundesheer-Maschine startete in Hörsching 

Die Bundesheer-Transportmaschine war am Sonntag knapp drei Stunden später als geplant um 8.55 Uhr von Linz-Hörsching nach Frankreich gestartet, um die Passagiere von der Luftwaffenbasis Istres-Le Tube zu holen.

Hercules C-130 Cornonavirus Hörsching
Die Bundesheer-Maschine vor ihrem Abflug aus Linz.

Laut dem Kommandanten der Luftunterstützung im Fliegerhorst Vogler in Hörsching, Wolfgang Wagner, gelten die sieben Österreicher als gesund und zeigten bisher keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung. Die vierköpfige Crew der Maschine, eine Ärztin, ein Sanitärunteroffizier sowie zwei Experten des ABC Abwehrzentrums werden aber ebenso wie die sieben Passagiere als "Vorsichtsmaßnahme Atemschutz tragen".

Coronavirus: Bundesheer-Maschine bringt Österreicher heim

LINZ. Knapp drei Stunden später als geplant ist am Sonntag um 8.45 Uhr eine Bundesheer-Transportmaschine von Linz-Hörsching nach Frankreich gestartet, um sieben Österreicher, die aus dem chinesischen Epidemiegebiet ausgeflogen worden waren, zu übernehmen.

Etwa 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich mit Symptomen

Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen und sieben Österreicher. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

Dritter Verdachtsfall in Niederösterreich negativ

Entwarnung auch beim dritten Coronavirus-Verdachtsfall am Wochenende in Niederösterreich: Tests bei einer Patientin, die ins Landesklinikum Mödling eingeliefert worden war, verliefen negativ, teilte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding am Sonntagnachmittag mit. Die Frau war nach Angaben vom Vortag in Nordchina gewesen.

Video: Corona-Virus und die Folgen

Bereits am Samstag hatte es Entwarnung in zwei weiteren Verdachtsfällen gegeben. Bei den Patienten handelte es sich um einen Mann und eine Frau. Sie waren ebenfalls in Mödling untersucht worden.

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