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Christkindl

Eine Pilgerreise mit Klingelbeutel für das Christkindl

Von René Laglstorfer  13. Dezember 2019 00:04 Uhr

Eine Pilgerreise mit Klingelbeutel für das Christkindl
Mit dem Klingelbeutel warb Ferdinand Kaineder um Spenden für das Christkindl.

LINZ/KIRCHSCHLAG. Ferdinand Kaineders Fotovortrag brachte mehr als 1000 Euro für Landsleute in Not.

Auf eine sehr persönliche Pilgerreise entlang des italienischen Benedikt- und Franziskusweges entführte der Theologe Ferdinand Kaineder am Mittwoch mehr als 100 Interessierte im Linzer OÖN-Forum. 350 Kilometer von Montecassino "contrario" nach Assisi hatte der Mühlviertler im September zusammen mit seiner Frau Gerlinde in 17 Gehtagen zurückgelegt. Etwas verkehrt – also contrario – zu begehen oder zu betrachten, sei nie verkehrt, sagte Kaineder mit einem Schmunzeln. Seine bunte Premieren-Präsentation mit zahlreichen Foto-Impressionen, Begegnungen und Anekdoten stellte der Kirchschlager in den Dienst der guten Sache: 1110 Euro an freiwilligen Spenden kommen dem OÖN-Christkindl und damit notleidenden Familien in Oberösterreich zugute.

"Hinter welchem Baum versteckt sich die Markierung? Dieses Ausschauhalten nach dem Weg war unsere tägliche Herausforderung", sagte Kaineder, wobei er sich mit seiner Frau auch so manches Mal verlaufen hätte. "Ich bin keiner, der den Weg genau kennt, und oft haben wir nicht gewusst, wo wir über Nacht bleiben." Aber gerade dadurch hätte das Paar so viele schöne Zufälle erlebt, die einem nur dann begegnen, wenn man nicht von vorne bis hinten alles durchplant. "Immer wieder hat sich ein Quartier einfach so ergeben. Es braucht eine gewisse Gelassenheit. Der himmlische Moment ist ja nicht das Bett, sondern die warme Dusche", sagte der 62-Jährige, der das Publikum immer wieder zum Lachen brachte.

Auf den Spuren des heiligen Benedikts und Franziskus entlang des Abruzzen-Gebirges, das die "Wolken gemolken" hätte, entdeckten die Kaineders pittoreske Dörfer, beeindruckende Klöster und weite Landschaften, "die die Seele nähren". "Wenn man zufällig an einem Torbogen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus vorbeikommt, merkt man, wie viel Geschichte diese Gegend hat."

"Eine gute Mischung aus Ehekurs, Selbstfindungsseminar und Reisetour", lautete das humorvolle Resümee eines Besuchers.

Jugenderinnerungen vom Bischof

Ein prominenter Zuhörer, der die Region wie seine Westentasche kennt, war Altbischof Maximilian Aichern. Nach seinem Theologie-Studium in Rom weihte ihn der Bischof von Assisi vor 60 Jahren im Benediktinerkloster von Subiaco zum Priester. "Ich habe viele schöne Erinnerungen an diese Gegend", sagte Aichern, der am Stefanitag seinen 87. Geburtstag feiern wird.

2021 möchte Kaineder den Benedikt- und Franziskusweg erneut "verkehrt" beschreiten – diesmal als Reiseleiter mit einer Gruppe. Mit dem stimmungsvollen Andachtsjodler aus mehr als 100 Kehlen klang der kurzweilige Fotovortrag weihnachtlich aus.

Bitte unterstützen auch Sie das OÖN-Christkindl mit einer Spende: AT94 2032 0000 0011 1790 (IBAN)

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René Laglstorfer

Redakteur Land und Leute

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