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Bienensterben bereitet den Oberösterreichern Sorge 

08.Juli 2019

Der Rückgang von Nahrungsquellen setzt Bienen und anderen Insekten zu. 
Wie sehr beschäftigt das Artensterben die Oberösterreicher? Dieser Frage widmete sich eine Umfrage, die Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) und Christoph Hofinger, Leiter des Meinungsforschungsinstituts Sora, am Montag vorstellten. Insgesamt wurden 700 Personen befragt. 

Das Ergebnis: Das Thema beunruhigt offenbar viele Menschen. So gaben 87 Prozent der Befragten an, ob des Bienensterbens besorgt zu sein, 85 Prozent sind dies ob des Rückgangs der Artenvielfalt in der Natur. Insgesamt 94 Prozent erachten den Kampf gegen das Artensterben als dringliche Aufgabe. „Diese Ansicht zieht sich quer durch die Bevölkerung“, betont Hofinger. „Sie ist unabhängig von der Altersgruppe, dem Bildungsgrad sowie davon, ob die Befragten auf dem Land oder in der Stadt wohnen.“ 

Verbot von Bienengiften gefordert

Ebenso deutlich sind die Zahlen, was die Forderungen an die Politik betrifft: So sprechen sich beispielsweise 94 Prozent für einen Verbot von Bienengiften und eine Verringerung des Einsatzes von Pestiziden aus, 87 Prozent für eine bessere Förderung von biologischer Landwirtschaft. 

„Das Thema Artenschutz wird den Oberösterreichern immer wichtiger“, sagt Anschober, dessen Initiative „Rettet die Bienen“ auf ooebluehtauf.at bereits mehr als 16.000 Unterstützer gefunden hat. Der Landesrat sieht in den Ergebnissen der Umfrage einen „klaren Handlungsauftrag. Artenschutz muss ein gemeinsames Ziel der Landesregierung, und ab Herbst auch ein zentrales Thema der neuen Bundesregierung sein.“ Derzeit stellen die Befragten der Sora-Studie zufolge den Regierenden kein allzu gutes Zeugnis aus: 52 Prozent sind der Meinung, dass die Aktivitäten der Landesregierung für den Artenschutz zu gering seien, 60 Prozent attestieren dies der - mittlerweile zurückgetretenen - Bundesregierung. 

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18. November 2019