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Oberösterreich

Besuchsverbot in Altersheimen wird gelockert

Von nachrichten.at/apa   04. Dezember 2020 17:07 Uhr

(Symbolbild)

LINZ. Ab Montag darf nach vorheriger Anmeldung ein Bewohner pro Woche einen Besucher empfangen.

Mit Ende des strengen Lockdowns am 6. Dezember wird in Oberösterreich auch das seit 10. November geltende Besuchsverbot in Alters- und Pflegeheimen analog zu den Regelungen der ab Montag gültigen Verordnung des Gesundheitsministeriums etwas gelockert. Die Infizierten-Zahlen in den Einrichtungen sind am Freitag weiter gesunken. Die Mitarbeiter im Spitals- und Pflegebereich in Oberösterreich dürfen sich indes über Prämien freuen.

Aktuell sind in 101 oberösterreichischen Altersheimen 426 Mitarbeiter und 471 Bewohner positiv auf Covid-19 getestet. Damit setzt sich der Rückgang weiter fort. Die angepeilte Lockerung wird nun umgesetzt: Ab Montag darf nach vorheriger Anmeldung ein Bewohner pro Woche einen Besucher empfangen, informierte das Land am Freitag. Um die Zahl der Neuansteckungen so gering wie möglich zu halten, habe der Gast einen negativen Antigentest vorzuweisen. Hat er sich nicht testen lassen, muss er während seines Aufenthalts in der Einrichtung durchgehend eine FFP2-Maske tragen.

Hilfskräfte für Besuchsmanagement

Für die Abwicklung des Besuchsmanagement hat das Land für jedes Heim die Möglichkeit geschaffen, je nach Größe, ein bis zwei Hilfskräfte einzustellen. Das Personal wird über den Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung (FAB) ausgewählt, beschäftigt, und an die Heime vermittelt, teilte Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) mit. Diese Woche haben sich bereits knapp 400 Personen beworben. Bereits am kommenden Montag treten die ersten Personen ihren Dienst an. Dieses Zusatzpersonal wird bis Ende Februar 2021 vom Sozialressort finanziert.

Eine Anerkennung gibt es für die Mitarbeiter von Altersheimen, Einrichtungen nach dem Chancengleichheitsgesetz und der mobilen Pflege sowie Spitalsmitarbeiter, die Corona-Patienten versorgen: Sie bekommen in Oberösterreich rückwirkend von November bis Jänner eine Zulage von bis zu 250 Euro pro Monat. Das Land übernimmt für die Städte und für die Gemeinden die Kosten dieser Zulage, teilte es am Freitag mit. Für November und Dezember ist die Zulage aufgrund bundesrechtlicher Regeln steuerfrei. Oberösterreich will beim Bund erreichen, dass derartige Zulagen bis zum Ende der Pandemie steuerfrei bleiben.

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