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Oberösterreich

Besuche erst nach einer Woche: Strengere Regeln in den Kliniken

Von nachrichten.at/hip   23. November 2021 19:32 Uhr

Für Besuche in Spitälern gelten nochmals deutlich verschärfte Regeln. 

LINZ. Die Stimmung vieler Menschen, die einen Angehörigen in einem Krankenhaus besuchen wollten, schwankte am Dienstag zwischen Verzweiflung und Aggression.

Der Grund war ein neuer Erlass des Gesundheitsministers, der seit Montag die Besuchsregeln in den Spitälern nochmals deutlich verschärft hat. Das Ergebnis gestern: Zahlreiche Besucher, die teils von weit angereist waren, um einen geliebten Menschen im Spital zu besuchen, durften die Kliniken nicht mehr betreten.

"Auch wir wurden überrascht"

Die neue Regelung im Detail: Nur noch Patienten, die länger als eine Woche stationär im Krankenhaus behandelt werden, dürfen auch besucht werden. Und zwar einmal pro Woche von einer Person. Besucher müssen genesen oder geimpft sein und zusätzlich einen negativen PCR-Test vorweisen können. "Auch wir sind von dieser Verordnung überrascht worden", sagt Jutta Oberweger, Sprecherin der oberösterreichischen Gesundheitsholding.

Die Verordnung wurde Sonntag am späten Abend kundgemacht und galt bereits wenige Stunden später am Montag. An diesem Tag übten sich die Kliniken in Oberösterreich wegen der so kurzen Vorwarnzeit noch in Kulanz. Die Kliniken drückten ein Auge zu und ließen viele Besucher, die eigentlich nicht mehr das Krankenhaus hätten betreten dürfen, in die Krankenzimmer gehen. Seit Dienstag wird die Verordnung aber streng umgesetzt.

"Wir können nur an die Bevölkerung appellieren, diese Regelungen zu akzeptieren", sagt Oberweger. Nachsatz: "Es bringt jedenfalls nichts, wenn die Besucher unseren Mitarbeitern Vorwürfe machen." Derart strenge Regeln für Patientenbesuche sind nichts Neues: Bereits Anfang Dezember des Vorjahres galten vergleichbare Zugangsbeschränkungen in den Krankenhäusern. Mitte November 2020 gab es für einige Wochen sogar ein komplettes Besuchsverbot.

Ausnahmen beim PCR-Test

Zumindest, was die PCR-Test-Pflicht betrifft, wollen die Krankenhäuser auch weiterhin Ausnahmen machen: „Wir wissen, wie schwierig es derzeit sein kann, an einen PCR-Test zu kommen. Bis auf Weiteres werden wir deshalb in Ausnahmefällen auch negative Antigen-Test-Ergebnisse akzeptieren“, sagt Oberweger. Ausnahmen von den Besuchsregelungen gibt es für Minderjährige, unterstützungsbedürftige Patienten, Schwangere und die Palliativ- und Hospizbegleitung. 

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