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Oberösterreich

13 bestätigte Coronavirus-Fälle in Oberösterreich

Von nachrichten.at   09. März 2020 21:17 Uhr

In Oberösterreich gibt es bisher 13 Coronavirus-Patienten, zwei von ihnen befinden sich im Landeskrankenhaus Steyr und im Kepler Klinikum in Linz. Das gab das Land am Montagabend bekannt.

Am Montag sind vier weitere Patienten dazugekommen. Wie das Land Oberösterreich am Abend mitteilte, haben sich auch ein Patient aus Alberndorf (Bezirk Urfahr-Umgebung) sowie zwei Personen aus dem Bezirk Perg und aus Wels angesteckt. "Weitere Details sind bis morgen zu erwarten", heißt es in der Aussendung.

Bei dem vierten bestätigten Fall am Montag handelt es sich um einen Lkw-Fahrer aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Der Mann hatte bereits dort mit einem Patienten Kontakt, teilte das Land mit. Nach dessen Ankunft in Oberösterreich zeigte er entsprechende Symptome. Er wurde mit einem Infektionstransport in das Landeskrankenhaus Steyr gebracht. Die Erkrankung verlaufe laut Informationen des Landes bisher mild.

Vergangenen Donnerstag gab es in Oberösterreich den ersten bestätigten Coronavirus-Fall: Ein 80-jähriger Mann aus Puchenau hatte sich bei einer Busreise nach Südtirol infiziert, in den darauffolgenden Tagen wurden weitere Fälle bekannt. Die meisten von ihnen befanden sich in demselben Bus, der Ende Februar aus Südtirol zurückgekehrt war. Die Infizierten kommen aus Leonding (3), Linz (2), Thalheim bei Wels, Altenberg und Gunskirchen.

Neben dem Lkw-Fahrer wird nun auch einer der drei infizierten Leondinger im Spital behandelt. Laut OÖN-Informationen hatte sich der Patient nicht gut gefühlt, weshalb er im Kepler Klinikum stationär aufgenommen wurde.

Bank in Gunskirchen öffnet wieder

Zwei Mitarbeiter einer Bankfiliale in Gunskirchen (Bezirk Wels-Land) sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. "An oberster Stelle steht für uns die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden. 16 Mitarbeiter sind für die nächsten zwei Wochen in häuslicher Quarantäne", sagte ein Sprecher der Bank auf OÖN-Anfrage.

Die Bankfiliale bleibt aber nicht geschlossen. Sie wird am Dienstag wieder öffnen. "Die Filiale wurde grundgereinigt, Kollegen aus anderen Zweigstellen werden für die unter Quarantäne gestellten Mitarbeiter einspringen", heißt es aus der Presseabteilung der Bank.

Mitarbeiter in Quarantäne

Bei den beiden Infizierten handelt es sich um zwei Männer aus Gunskirchen bzw. Thalheim bei Wels. Der Gunskirchner Mitarbeiter war Teil jener Busreisegruppe, die in Südtirol zum Skifahren war, aus der auch der erste oberösterreichische Corona-Patient stammt. Der Thalheimer Mitarbeiter, der eng mit dem Gunskirchner zusammenarbeitet, war nicht in Südtirol. Als jedoch auch er Symptome gezeigt hat, wurde er am Wochenende gemeinsam mit seinem Kollegen per Rachenabstrich getestet. Das Ergebnis war positiv.

Die Bank sei in enger Abstimmung mit den Behörden. Die 16 Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne könnten in der Zwischenzeit von zu Hause aus arbeiten. 

Maßnahmen setzt auch der Welser Turnverein, der auf Facebook informierte, für die nächsten 14 Tage "den gesamten Turn-, Tanz- und Fitnessbetrieb einzustellen". "Wir möchten kein Risiko für unsere Mitglieder und Trainer eingehen", hieß es am Montagabend.

Stadt Linz setzt Zecken-Impfung aus

Die Stadt Linz setzt ab Dienstag ihre bereits angelaufene Zeckenschutzimpfaktion wegen der Corona-Epidemie auf unbestimmte Zeit aus. "Im Sinne der Sicherheit für alle Bürger haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen", erklärte Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) Montagnachmittag in einer Presseaussendung.

Man wolle mit dieser Maßnahme aber nicht nur ein Ansteckungsrisiko vermeiden, sondern das medizinische Personal an erster Stelle für die Erhebungen zu Corona einsetzen. FSME-Impfungen seien aber grundsätzlich beim Hausarzt möglich, betonten Luger und Gesundheits-Stadtrat Michael Raml (FPÖ). Derzeit sind in Linz zwei Personen an dem Coronavirus erkrankt. Es handle sich um bereits bekannte Infizierte aus einer Reisebusgruppe, die vom 23. bis 29. Februar in Südtirol war.

LASK-Kracher findet "wie geplant" statt

Der LASK geht "zum aktuellen Zeitpunkt" davon aus, dass das Europa-League-Heimspiel gegen Manchester United wie geplant mit Zuschauern stattfinden kann. Der Fußball-Bundesligist erwartet für das Hinspiel des Achtelfinales am Donnerstag (18.55 Uhr) ein volles Haus, 14.000 Karten wurden verkauft.

Der Verein stehe angesichts des grassierenden Coronavirus rund um die Uhr im Austausch mit den zuständigen Gesundheitsbehörden, hieß es. Etwaige Empfehlungen zur Risikominimierung werden vonseiten des LASK vollinhaltlich umgesetzt. So habe man eine Reihe von Präventivmaßnahmen gesetzt. Sämtliche Spieler, Funktionäre und Mitarbeiter des Vereins sehen von Reisen in Risikoländer ab.

Der LASK fordert auch alle Anhänger auf, bei einer potenziellen Erkrankung mit dem Coronavirus oder im Fall des Verdachts vom Stadionbesuch abzusehen. Der Eintrittspreis würde in diesem Fall rückerstattet werden.

140 Fälle bestätigt

Die Zahl der Personen, die in Österreich nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert sind, hat sich am Montag im Laufe des Tages von 112 auf 140 Personen deutlich erhöht. Die meisten Fälle gab es laut den Informationen des Gesundheitsministeriums mit Stand 16.00 Uhr mit 36 Betroffenen in Niederösterreich, Wien folgte mit 35 danach. Bis Montagmorgen wurden insgesamt 4.734 Tests durchgeführt. 

Italien spaltet sich

Drastische Maßnahmen hat Italien im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ergriffen. Seit Sonntag sind ganze Regionen und Städten im Norden abgeriegelt, 16 Millionen Menschen, darunter rund 4000 Österreicher, sind betroffen. Sie dürfen die Gebiete bis zum 3. April nicht mehr verlassen. Die staatliche Fluglinie Alitalia stellte ihren kompletten Betrieb am großen Mailänder Flughafen Malpensa ein und reduzierte ihre Flüge von den Flughäfen Mailand-Linate und Venedig. Die italienische Regierung rief jedoch Touristen zum Verlassen der Quarantäne-Zonen auf. 

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