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Oberösterreich

"Auf weite Ausfahrten verzichten": Stelzer kündigt Maßnahmen für das Salzkammergut an

Von nachrichten.at/geg   30. März 2020 15:15 Uhr

GMUNDEN. Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) hat auf den Appell mehrerer Bürgermeister in den OÖNachrichten reagiert und Montagnachmittag verstärkte Polizeikontrollen für das Salzkammergut angekündigt.

"Bitte bleiben Sie dem Salzkammergut vorerst fern". Mit diesen Worten hatte sich Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf (VP) in einem OÖN-Bericht an die zahlreichen Besucher von außerhalb gewandt, die noch immer die beliebten Ausflugsziele der Region ansteuern. Und sich damit einem Appell angeschlossen, den auch Ebensees Bürgermeister Markus Siller (SP) und Gerald Egger (VP), Bürgermeister von Seewalchen am Attersee, an die Tagesgäste im Salzkammergut richteten. Die Situation sei derzeit einfach zu heikel.

Nun reagierte auch Landeshauptmann Thomas Stelzer und kündigte Montagnachmittag Maßnahmen für das Salzkammergut an. Neben verstärkten Polizeikontrollen, würden derzeit auch noch weitere Schritte seitens des Landes geprüft- auch im Bereich der Bewusstseinsbildung.

"Ich weiß, dass das schöne Frühlingswetter zu Ausflügen und zu Spaziergängen in unsere wunderschöne Landschaft einlädt und dass viele Familien in einer Wohnung ohne Garten leben. Aber es kann nicht sein, dass die Regierung einerseits Ausgangsbeschränkungen verhängt, um große Menschenansammlungen zu verhindern und gleichzeitig Menschenmassen durch das Salzkammergut wandern", sagt Stelzer. 

"Überall gibt es schöne Wege"

Natürlich seien Spaziergänge trotz Ausgangsbeschränkungen und unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften weiterhin zulässig. Jedoch wolle man mit diesen Maßnahmen den ausufernden Tagestourismus im Salzkammergut unterbinden. Stelzer appelliert an die Oberösterreicher: "Spaziergänge tun unserer Gesundheit gut, aber ich bitte alle Landsleute dafür auf weite Ausfahrten zu verzichten. In jeder oberösterreichischen Gemeinde gibt es schöne Wege um frische Luft zu tanken".

Sollten die Maßnahmen im Salzkammergut zu einer Verlagerung großer Menschenansammlungen auf andere oberösterreichische Gebiete führen, werden diese Maßnahmen bedarfsgerecht ausgeweitet. 

1269 Anzeigen in Oberösterreich

Die Polizei in Oberösterreich hat in den vergangenen zwei Wochen 1269 Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen angezeigt. Dabei ging es meist um Menschen, die in größeren Gruppen unterwegs waren. Diese Gruppen hätten sich laut Polizeisprecher David Furtner auch nach Aufforderung nicht aufgelöst und wurden deswegen angezeigt. Die Zahl der Anzeigen würden besonders an schönen Tagen steigen, der "überwiegende Teil der Bevölkerung" halte sich aber an die Maßnahmen. 

Auch jene beiden Kletterer, die sich trotz Verbot im Klettergarten Rettenbachtal in Bad Ischl aufgehalten hatten, werden angezeigt. Wie berichtet, stürzte ein 23-Jähriger dabei mehr als 33 Meter tief ab und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. 

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