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Auf die Hitzewelle folgen Regen und Gewitter

Von Christian Ortner   21.Juni 2021

Auf die Hitzewelle folgen Regen und Gewitter
Volle Parkplätze und Liegewiesen am Sonntagnachmittag am Ausee in Asten

Erstmals in dieser Saison hatten die Badewarte und Buffetbetreiber in den Strandbädern alle Hände voll zu tun: Am Wochenende stürmten Tausende Hitzegeplagte die Seen und Bäder in ganz Oberösterreich.

Am Ausee in Asten (Bez. Linz-Land) ging am Sonntag ab 14 Uhr nichts mehr. "Die Zufahrt war schon abgesperrt, wir mussten 500 Meter vor der Kassa umdrehen", schildert ein Badegast, der dann auf den Pichlinger See in Linz auswich – wo der Andrang ebenfalls groß war: "Hier haben wir den letzten Parkplatz erwischt." Ebenfalls groß war der Andrang zu den Feldkirchner Badeseen, hier musste die Polizei die Hauptzufahrt zum See sperren. Die Sperre wurde gegen 17 Uhr wieder aufgehoben. Auch die Freibäder waren großteils sehr gut besucht. In Laakirchen (Bez. Gmunden) sprechen die Betreiber von "voller Auslastung" am Samstag und am Sonntag. Vor den Drehkreuzen beim Eintritt bildeten sich vor allem in den frühen Nachmittagsstunden Warteschlangen – auch weil wegen der Corona-Sicherheitsmaßnahmen die 3G-Nachweise konsequent kontrolliert wurden.

Heftige Gewitter möglich

In den Linzer Bädern legte sich die Zurückhaltung der Badegäste, die der Betriebsleiter der Linz AG Bäder, Roland Heß, noch vor dem Wochenende wegen der Corona-Maßnahmen geortet hatte: Gegen 16 Uhr waren das Parkbad und die Fitnessoase Hummelhof zu je drei Viertel ausgelastet.

Auf bis zu 34 Grad kletterten die Temperaturen in Oberösterreich am Sonntag. Laut Meteorologen ist der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle jetzt überschritten – richtige Abkühlung bringen aber auch die kommenden Tage nicht. Mit bis zu 32 Grad wird es heute ähnlich heiß wie am Wochenende. In der Nacht auf morgen kommt dann aber ein Wetterumschwung mit dem von vielen bereits ersehnten Nass von oben: "In der ersten Nachthälfte kommen von Südwesten her Schauer, die sich über das ganze Land ausbreiten", sagt Christian Ortner von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Allerdings steige auch die Gewittergefahr nicht nur im Bergland erheblich an. Gewitter mit Sturmböen, örtlichem Hagel und Starkregen seien verbreitet auch im Flachland möglich.

Auf die Hitzewelle folgen Regen und Gewitter
Warteschlangen vor dem Eingang ins Freibad in Laakirchen

Kirchturmspitze abgerissen

Dimensionen wie etwa in Frankreich, wo am Wochenende ein Tornado bei einem Unwetter in der kleinen Gemeinde Saint-Nicolas-de-Bourgueil im Westen des Landes eine Kirchturmspitze abgerissen hat, erwartet der Meteorologe aber in Oberösterreich nicht.

Am Dienstag gibt es wieder Badewetter: "Es wird sonnig mit Höchstwerten knapp unter 30 Grad", sagt Ortner. In der Nacht auf Mittwoch sei dann wieder mit Gewittern zu rechnen.

Gewittrig und schauerlastig werden die darauffolgenden Tage, bis Freitag gehen die Höchstwerte auf maximal 25 Grad zurück.

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