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Oberösterreich

Corona: KV-Ball und Galanacht des Sports finden nicht statt

Von OÖN   09. Dezember 2021 13:23 Uhr

So ein Zirkus beim KV-Ball in Linz
Wieder kein KV-Ball im kommenden Jahr.

LINZ. Die Pandemie leert erneut die Ballsäle – auch die zwei beliebtesten Linzer Bälle sind für diesen Winter abgesagt.

Am Mittwoch kam die Absage des Opernballs, gestern entschlossen sich auch die Veranstalter des Linzer KV-Balls, die für 29. Jänner geplante Traditionsveranstaltung abzusagen.

Es sei viel diskutiert, überlegt und probiert worden. Aber letztendlich habe es einfach keine vernünftige Möglichkeit gegeben, sagt Gerhard Zellinger, Geschäftsführer des Kaufmännischen Vereins (KV) und zeigt sich geknickt.
Die neue Corona-Variante Omikron verunsichere sowohl Veranstalter als auch Besucher. „Wir können den Ball unter den aktuellen Umständen nicht in der Form stattfinden lassen, wie wir ihn unseren Gästen bieten möchten. Darüber liegt es uns fern, unnötige Risiken einzugehen“, sagt KV-Betriebsleiter Rafael Hintersteiner.

Schweren Herzens muss auch der Höhepunkt der Linzer Ballsaison – die Galanacht des Sports der OÖNachrichten, die am 4. Februar 2022 hätte stattfinden sollen – aus Gründen der gesundheitlichen Sicherheit auf das Jahr 2023 verschoben werden. Nicht stattfinden wird – wie berichtet – auch der für Jänner 2022 geplante JKU-Ball. Auf 2023 verschoben wird ebenfalls der Polizeiball, der am 28. Februar 2022 zum 70. Mal hätte stattfinden sollen.
Bereits zuvor abgesagt worden waren der Rieder Stadtball und der Rieder Garnisonsball. Der Ball der Freiwilligen Feuerwehr Steyr, der traditionell Mitte Jänner stattfindet, pausiert nach 2021 auch 2022.

Welser Stadtball im Frühherbst?

Das Welser Ballereignis, der Welser Stadtball, der am 5. Februar geplant war, wird auf Ende Sommer/Anfang Herbst verschoben. In Gmunden fiel der für November geplante Jägerball bereits Corona zum Opfer, der Bergrettungsball, der im Februar hätte stattfinden sollen, wurde ebenfalls schon abgesagt.
Noch Hoffnung haben die Bad Ischler für den Sirenenball der freiwilligen Feuerwehr. Feuerwehrkommandant Jochen Eisl sagt: „Wir warten noch ab, wie sich die Pandemiesituation und – damit verbunden – die behördlichen Auflagen entwickeln.“ Man werde aber „sicher keinen Ball veranstalten, wenn wir dadurch die Gesundheit von Menschen gefährden“.

In Wien geht mit der Absage des Opernballs und möglicher weiterer Bälle die Sorge um einen neuerlichen großen Umsatzverlust einher. Mit all den verbundenen Branchen – vom Floristen bis zur Schönheitschirurgin – erwirtschaften die Bälle in der Bundeshauptstadt einen Umsatz von gut 150 Millionen Euro, wie die Wirtschaftskammer Wien im Jahr 2019 errechnete. Im Schnitt würde der Ballgast 290 Euro ausgeben, davon 180 Euro vor dem beziehungsweise direkt am Ball.

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