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Oberösterreich

AK sieht Eltern am Arbeitsmarkt diskriminiert und fordert Maßnahmen

Von nachrichten.at/apa   13. Mai 2022 12:41 Uhr

Schwangerschaft ist "ansteckend"
Vor allem Frauen betreffe der Mangel an Teilzeitstellen und Altersarmut.

LINZ. Die Arbeiterkammer Oberösterreich sieht (werdende) Eltern aufgrund schlechter Gehaltseinstufungen, unflexibler Arbeitszeiten und kollegialer Diskriminierung am Arbeitsmarkt benachteiligt.

Der Mangel an Teilzeitstellen und Altersarmut betreffe vor allem Frauen, aber auch Männer würden benachteiligt. Wenn Väter beispielsweise Elternkarenz in Anspruch nehmen wollen, hätten viele mit Vorurteilen zu kämpfen. Das kritisierte die AKOÖ am Freitag in einer Aussendung. Die Diskriminierung beginne oftmals schon beim Bewerbungsprozess, schreibt AKOÖ-Präsident Andreas Stangl. Oftmals würden Frauen zu ihrer Familienplanung befragt, im Extremfall werde ein negativer Schwangerschaftstest vom Arbeitgeber gefordert. Stangl sieht Unternehmen und Politik in der Pflicht, die Benachteiligung von Eltern zu beenden. Dazu gehören für ihn eine faire Arbeitskultur, der Ausbau hochwertiger Kinderbetreuungseinrichtungen und flexible Arbeitszeiten.

Um dies genauer zu ergründen, führt die Arbeiterkammer Oberösterreich derzeit mit der Johannes Kepler Universität Linz eine Befragung mit rund 7.000 Beschäftigten im Alter von 21 bis 45 Jahren durch. Mithilfe der Umfrage sollen Lösungsansätze erarbeitet werden, die der Benachteiligung von Eltern entgegenwirken. "Die Gleichbehandlung von Beschäftigten mit und ohne Kinder darf nicht vom guten Willen der Arbeitgeber abhängen. Sie muss als gesetzliche Verpflichtung und Anspruch aller Beschäftigten anerkannt und gelebt werden", forderte Stangl.

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