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Oberösterreich

Ab heute ist der Linzer Hauptplatz autofrei

15. Juli 2020 01:04 Uhr

Wirtschaftskammerkritisiert Pläne für Linzer Hauptplatz
Debatte um Hauptplatz

LINZ. Pilotversuch soll in der Ferienzeit Erkenntnisse liefern, wie sich die Sperre auf die Verkehrssituation im Zentrum auswirkt.

Gute Entscheidung oder doch der glatte Wahnsinn? Das öffentliche Meinungsspektrum ist breitgefächert, wenn es um die Frage geht, ob der Hauptplatz in Linz vom Autoverkehr befreit werden soll oder nicht. Vor allem in Kreisen der vom täglichen Stau geplagten Pendler greift man sich angesichts der jüngsten Pläne von Vizebürgermeister Markus Hein (FP) an den Kopf. Doch ab heute wird einmal getestet, ob diese Maßnahme wirklich, wie von den Kritikern vermutet, zum großen Verkehrskollaps führen wird, oder ob das erwartete Chaos nicht einfach ausbleibt.

Linzer Hauptplatz wird autofrei

Morgen Mittwoch wird die Linzer Innenstadt autofrei. Der zweimonatige Testlauf für einen autofreien Hauptplatz startet. Der Durchzugsverkehr wird damit für den Sommer ausgesperrt.

Bis 14. September geplant

Hein hält viel von der Devise "Probieren geht über Studieren". Bis Schulbeginn am 14. September, also zwei Monate lang, wird probeweise getestet, was die Sperre der Klosterstraße bewirkt. Wobei Hein erneut festhält, dass der Probeversuch abgebrochen wird, sofern es dadurch an anderen Stellen – Stichwort Römerbergtunnel – zu größeren Staus kommt.

Was die Rathausgasse angeht, die seit zwei Wochen schon eine Fußgängerzone ist, kann Hein, was dieses Thema angeht, bereits Entwarnung geben: "Bis jetzt sind uns dort keine Verkehrsprobleme bekannt, es gibt auch kein Verkehrschaos an der Unteren Donaulände." Dorthin weichen nun viele aus, die sonst den Weg über die Rathausgasse und weiter über den Hauptplatz nehmen würden.

Strafen für jene, die trotz Fahrverbots in die Gasse eingefahren sind, hat es in den vergangenen Tagen übrigens noch keine gegeben: "Wir werden das auch in der Klosterstraße so handhaben, dass wir zunächst nur auf das Verbot hinweisen, aber noch nicht strafen."

Die Chancen stünden gut, dass die Rathausgasse dauerhaft zur Fußgängerzone wird, so Hein. Und auch der Versuch in der Klosterstraße stehe unter einem guten Stern: "Durch die Ferien ist der Verkehr deutlich weniger, bemerkbar ist auch, dass viele noch in Kurzarbeit sind." Die Situation vor Ort werde jedenfalls, in Abstimmung mit der Polizei, genau beobachtet: "Eine aufwändige Verkehrszählung werden wir aber nicht machen, den Stau und Probleme kriegen wir auch so mit."

Trotz der ab heutigen gültigen Regelung werden bis September einige Autos durch die Klosterstraße fahren: So gibt es Ausnahmen für Anrainer, Busse, Taxis, gewerblichen Lieferverkehr sowie Apothekernotdienste und Hotelgäste. Ebenso ist die Zufahrt zu Behindertenparkplätzen erlaubt. Und Radfahren ist auch gestattet. (jp/rgr)

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