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Oberösterreich

Zwei Tote am Feuerkogel in Ebensee

10. Juni 2010 14:06 Uhr

Feuerkogel: Arbeiter stürzte in Doline - tot

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EBENSEE. Auf dem Feuerkogel kamen innerhalb von 24 Stunden zwei Männer bei tragischen Unfällen ums Leben. Der Strobler Seilbahnunternehmer Johann Bachinger fiel in ein Grundloch, Pensionist Wolfgang Ksoll (63) aus Ebensee stürzte 150 Meter in die Tiefe.

Bachinger, geboren 1967, war mit dem Abbau des alten Sesselliftes auf dem Feuerkogel beschäftigt, als gestern Nachmittag gegen 14 Uhr das Unglück passierte. Mit einem Seilwagen war er über ein Grundloch gefahren. Irgendwie dürfte er dabei das Gleichgewicht verloren haben und aus dem Wagen gefallen sein.

Ein Sachverständiger stellte heute, Donnerstag, fest, dass das Seilende der Hubseilwinde aus der Seiltrommel herausgerissen wurde. Dies führte zum Absturz des darunter befindlichen Jochs mit dem darunter befestigten Arbeitskorb, indem sich der 43-Jährige talwärts transportierte.

Als die alarmierten Bergretter sich in das mindestens 30 Meter tiefe Grundloch abseilten hat Bachinger noch gelebt. Kurz darauf ist er allerdings an seinen schweren Verletzungen gestorben. „Wir haben noch versucht, ihn zu reanimieren. Leider vergeblich“, sagt einer beteiligten Bergretter. Während der Rettungsaktion sei er ihnen unter der Hand weggestorben.

Bachinger war der zweite Tote am Feuerkogel innerhalb von 24 Stunden. Bereits Dienstag ist der Ebenseer Pensionist Wolfgang Ksoll (63) beim Wandern verunglückt. Ksoll dürfte beim Abstieg über den Normalweg beim sogenannten Gsollecks ausgerutscht sein und ist dann 150 Meter über felsiges Gelände in die Tiefe gestürzt. Er starb an den schweren Kopfverletzungen. Seine Frau hatte die Bergrettung alarmiert, weil er nicht heimkam. „Wolfgang ist ein freundlicher, ruhiger Mensch gewesen“, sagt Franz Sturm von der Bergrettung Ebensee. Wolfgang Ksoll hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Kinder. (ct/staro)

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