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Oberösterreich

Zugunglück in Linz mit fünf Verletzten

23. August 2017 13:08 Uhr

Zugunglück in Linz

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LINZ. Zu einem Zugunfall kam es am Mittwoch zu Mittag in Linz: Ein Personenzug stieß auf einer Testfahrt gegen einen Güterzug. Feuerwehr, Rettung und Polizei sind im Einsatz. Fünf Personen wurden verletzt.

Laut Rotem Kreuz wurden bei dem Unfall im Linzer Verschiebebahnhof fünf Personen verletzt, eine davon schwer. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser transportiert. Zu dem Unfall kam es gegen 12:00 Uhr bei einer Testfahrt. Laut Polizei ist eine nagelneue Garnitur der Westbahn im Bereich der Turmstraße auf einen stehenden Güterzug der Firma CargoServ aufgefahren.

Die Unfallursache und der Hergang waren vorerst noch unklar, teilte eine Sprecherin der Westbahn mit. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge dürfte der Lokführer der Westbahn das Haltesignal ignoriert haben, heißt es von der Polizei. Eine Kommission soll diesen Verdacht in den kommenden Tagen prüfen. 

Keine Einschränkungen im Bahnverkehr

Obwohl auf der Strecke nur maximal 40 km/h erreicht werden, war der Zusammenstoß der tonnenschweren Züge folgenschwer: Der 36-jährige Lokführer des Personenzuges wurde durch die Wucht des Aufpralls in der Kabine eingeklemmt, die Kameraden der Feuerwehr mussten ihn bergen. Der Schwerverletzte wurde in das Unfallkrankenhaus Linz gebracht.

Weitere drei Personen an Bord der mit acht Personen besetzten Westbahn sowie der Triebwagenführer des Güterzuges erlitten Prellungen, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Die übrigen vier kamen mit dem Schrecken davon, sie konnten sich selbst aus dem schwer demolierten Wagen befreien. 

Auf der Ebelsberger Umfahrung kam es zu massiven Behinderungen. "Die Polizei musste die Straße sperren, weil die Züge relativ nahe daran zum Stillstand gekommen sind", sagt der Einsatzleiter der Linzer Berufsfeuerwehr, Andreas Koch. Es sei nicht auszuschließen gewesen, dass beschädigte Zugteile auf die Straße fallen. Die Feuerwehr war zudem damit beschäftigt, austretendes Öl zu beseitigen. Einschränkungen im Bahnverkehr gab es laut ÖBB keine.

Aufräumarbeiten bis in die Nacht

Bei dem Zusammenstoß ist die Westbahn-Garnitur mit drei Wagen komplett mit allen Achsen entgleist, beim Güterzug nur die Lok. Feuerwehr, Rettung und Polizei standen im Großeinsatz. Die Bergung hat die ÖBB mit einem Hilfszug übernommen, was den ganzen Tag bis in die Nachtstunden dauern werde.

Für die Westbahn ist nicht nur die schwere Verletzung eines ihrer langjährigen und erfahrenen Lokführer ein Schock, sondern auch der entstandene Sachschaden. 

Im Herbst hätten alle zehn neuen Garnituren auf Schiene sein sollen. "Jetzt verschiebt sich der Termin auf unbestimmte Zeit. Die Garnitur muss repariert werden. Den Schaden können wir noch nicht abschätzen, aber er ist mit Sicherheit nicht gering", sagt Westbahn-Sprecherin Ines Volpert.

 

 

Videoaufnahmen zeigen den Unfallort: 

Lokalisierung: Das Unglück passierte in der Nähe der Turmstraße, unweit des Voest-Geländes

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