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Oberösterreich

Zahlreiche Unfälle mit Feuerwerksraketen

OBERÖSTERREICH. Auch heuer kam es in der Silvesternacht wieder zu zahlreichen Unfällen mit Feuerwerkskörpern. Großteils gingen sie glimpflich aus, drei Personen wurden zum Teil schwer verletzt

Alle Jahre wieder: Junge Männer holen verbotenes Feuerwerk aus Tschechien

(Symbolbild) Bild: APA

Die schwersten Verletzungen trug ein 33-Jähriger aus Anthering davon. Er zündete am 31. Dezember 2014 gegen 22:10 Uhr in einem sogenannten „Bombenrohr“ Feuerwerkskörper der Klasse F2, indem er die Kugelbomben in das dafür vorgesehene Rohr gab und an der Zündschnur anzündete. Die Bomben wurden in die Luft gefeuert und expoldierten dort. Doch beim Entzünden der zweiten Bombe explodierte diese bereits im Rohr. Dabei erlitt der 33-Jähirge, der sich noch im Nahebereich des Abschussrohrs befand, schwere Gesichtsverletzungen. Er wurde ins UKH Salzburg eingeliefert.

Zu einem Unfall beim Zünden einer Feuerwerksbatterie kam es in Münzkirchen. Kurz nach dem Jahreswechsel zündete ein 44-Jähriger aus Münzkirchen mit einer Lötlampe eine 48-Schuss-Feuerwerksbatterie, Kategorie F2. Die Feuerwerksbatterie explodierte sofort als der Mann mit der Lötlampe zur Zündschnur fuhr. Der 44-Jährige wurde im Gesicht getroffen und erlitt eine Verbrennung und eine Verletzung im Bereich des linken Auges. Von der Rettung wurde er unbestimmten Grades verletzt in das Krankenhaus Ried eingeliefert. 

Von einer Rakete wurde ein 25-jähriger Student aus Graz bei einer Silvesterfeier in Weyer getroffen und verletzt. Rund 40 Personen feierten auf der Zufahrtstraße zum Reha Zentrum in Weyer, bei der dortigen Kehre, den Jahreswechsel. Die Rakete traf den jungen Mann im Gesicht, er wurde von der Rettung in das LKH Steyr gebracht und dort ambulant behandelt. Trotz zahlreicher Zeugenbefragung konnte die Person, welche die Rakete abgefeuert hatte, bislang nicht eruiert werden. Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Großraming unter der Telefonnummer 059133- 4152.

Brand durch Silvesterrakete

Eine Rakete, die in die falsche Richtung startete, löste in Micheldorf einen Brand aus. Kurz nach Mitternacht feuerte ein 18-Jähriger vor einem Mehrparteienhaus Feuerwerksraketen der Klasse F2 ab. Für die "Abschussrampe" schob er lediglich Schnee auf einen Haufen zusammen, um eine Rakete hineinzustecken und anschließend  abzuschießen. Nachdem der 18-Jährige die Rakete zündete, fiel die Rakete in Richtung des Mehrparteienhauses um. Sie flog in Richtung des Hauses und entzündete dort aufgrund der hohen Temperaturen einen Teppich auf der Terrasse sowie Teile der Terrassentür. Der 18-Jährige rannte geistesgegenwärtig zum Brandort und erstickte die Flammen mit einem Teppich bzw. löschte sie mit Schnee ab. Anschließend verständigte er die Freiwillige Feuerwehr Micheldorf. Da der Brand bereits gelöscht war, kontrollierte die Feuerwehr den Brandbereich auf etwaige Glutnester. Durch den Brand wurden keine Personen verletzt. Der Schaden beläuft sich auf einige Tausend Euro.

Das unter Denkmalschutz stehende Bezirksgericht Braunau wurde ebenfalls durch Silvesterraketen beschädigt. Ein 29-Jähriger aus Geretsberg steckte bei den Feierlichkeiten auf den Stadtplatz von Braunau einen Silvesterkracher zwischen Hausfassade und Postkasten. Durch die Explosion wurde der Postkasten abgesprengt und schlug auf dem Pflaster vor dem Bezirksgericht auf. Das Haus und auch der Postkasten wurden schwer beschädigt. Die Polizei ertappte den 29-Jährigen auf frischer Tat, er wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die entstandene Sachschadenshöhe ist derzeit unbekannt.

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Artikel nachrichten.at 01. Januar 2015 - 09:28 Uhr
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