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Oberösterreich

Wohnhäuser evakuiert: Wieder Großbrand zu Silvester in Wels

WELS. Im Jahr 1998 wurde die Zentrale der Volksbank Wels vernichtet, in der gestrigen Silversternacht ging das Lager eines Welser Gartenbaucenters in Flammen auf. Auch hier dürfte ein Neujahrsgeschoss zum Großbrand geführt haben.

Bild: Matthias Lauber

„Es wurden schlimme Erinnerungen an den Brand der Volksbank wach“, sagt Roland Weber von der Hauptfeuerwache Wels. Als Passanten und Anrainer um Mitternacht aufmerksam wurden, loderten auf dem Lagerplatz des Gartenbaucenters in der Welser Neustadt bereits die Flammen, die auf Wohnhäuser überzugreifen drohten.

Interview mit dem Einsatzleiter beim Firmengroßbrand

„Der Brand war schon weit fortgeschritten. Wir haben die südliche Anrainerschaft evakuiert. Zum Glück gab es keine Verletzten.“ Brennende Kunststoffe legten das Viertel unter dichten Rauch – auf dem Gelände waren auch Gasflaschen gelagert.

Interview mit dem Sicherheitsmann

Mitten im Einsatz der nächste Notruf: Feuer im achten Stock einer Wohnanlage. Aus einer Wohnung schlugen Flammen, die via Balkon den darüberliegenden Stock bedrohten. Die Feuerwehr konnte größeren Schaden verhindern.

Interview mit dem Einsatzleiter beim Wohnhausbrand

Ein dritter Alarm in der Welser Silversternacht verlief glimpflich. Feuerwerks-Rauchschwaden hatten die Brandmelder in einer Tiefgarage aktiviert. Landesweit mussten mehrere Feuerwehren ausrücken, um Container- und Heckenbrände zu löschen. In der Rieder Gemeinde Utzenaich war nach einer Feier im Saal eines Gasthauses ein Brand ausgebrochen, der sich vom Kamin ausgebreitet haben dürfte.

Raketenverbot im Ortsgebiet

Der Großbrand in Wels, dessen genaue Ursache Sachverständige erst klären müssen, dürfte die Diskussion über den Umgang mit Feuerwerkskörpern neu entfachen: Laut Gesetz ist das Abfeuern von Raketen und Krachern im Ortsgebiet verboten und mit saftigen Geldstrafen versehen. Dutzende lärmgeplagte Landsleute verständigten die Polizei – vielerorts wurde bereits Tage vor Silvester aus allen Rohren geschossen. „Wir können nicht überall zugleich sein. Wenn Raketen überall verkauft werden, werden sie auch verschossen“, sagt ein Polizist aus Steyr.

Im benachbarten Bayern wird versucht, den Kracherlärm möglichst auf den Jahreswechsel zu beschränken. Das feurige Zubehör durfte nur von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche gewerblich angepriesen werden. (sedi)

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Artikel 02. Januar 2010 - 00:04 Uhr
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