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Oberösterreich

Wo am Freitag mit Gewittern zu rechnen ist

LINZ. Ab Freitag bringt uns eine Kaltfront Regen und herbstliche Temperaturen. Am Nachmittag ist auch in Oberösterreich mit teils heftigen Gewittern zu rechnen.

(Symbolbild) Bild: (APA/BARBARA GINDL)

Für die Bezirke Freistadt, Gmunden, Kirchdorf, Linz-Land, Perg, Rohrbach, Schärding, Steyr sowie Steyr-Land hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) eine Unwettervorwarnung herausgegeben. Ab dem Nachmittag ist mit Blitz, Donner und teils starkem Regen zu rechnen. 

In Niederösterreich, in der Steiermark und im Burgenland haben Gewitter am frühen Freitagnachmittag bereits zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. Vom Bezirk Voitsberg in der Steiermark bis ins niederösterreichische Neunkirchen hat der starke Regen kleinere Bäche über die Ufer treten lassen. 

Heftiger Starkregen, der zwischen Hochstraß und Piringsdorf (Bezirk Oberpullendorf) gefallen ist, hat auch den Feuerwehren im Mittelburgenland einen einsatzreichen Freitagnachmittag beschert.

 

Sturmböen und heftige Gewitter haben zudem in der Oststeiermark Schäden am Stromnetz verursacht: Am Nachmittag waren mehr als 7000 Haushalte ohne Strom, 230 Trafos sind außer Betrieb. 

 

Schon am Vortag kam es in Salzburg zu heftigen Unwettern: Im Salzburger Glemmtal (Pinzgau) war der Talschluss am Freitag weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten, mehr dazu lesen Sie hier

Bis zu 55 Liter Regen pro Quadratmeter

Wochenlang fanden wir das kühle Nass nur in Badeseen und Pools. Jetzt kommt es endlich "von oben". Und das ausgiebig. Bis zu 55 Liter Regen pro Quadratmeter werden bis Sonntag in den südlichen Landesteilen zusammenkommen, 30 Liter sagt ZAMG-Meteorologin Yasmin Markl für den Zentralraum, das Inn- und Mühlviertel voraus.

Mit dem Regen kommt auch die heiß ersehnte Abkühlung. Der "Tiefpunkt" wird am Sonntag erreicht: Da können wir uns bei Frühtemperaturen um 8 Grad und Höchstwerten bis 19 Grad schon einmal wärmer anziehen.

Durchschnaufen nach der penetranten Hitzewelle: Zu verdanken haben wir es einer Zone tiefen Luftdrucks, die sich von Nordwesten über Bayern Richtung Alpen schiebt. Heute früh macht sie sich schon bemerkbar: Der Himmel trübt sich ein, ab dem Vormittag können überall Schauer und "typische Sommergewitter" niedergehen, sagt Markl. Im Lauf des Tages regnet es sich dann richtig ein. 27 Grad hat es zu Mittag, doch bis zum Abend lässt die Kaltfront die Werte um fünf Grad sinken.

Ein paar Sonnenfenster im Norden des Landes, ansonsten durchgehend Grau in Grau und regennass (besonders am Alpenrand) – so präsentiert sich der Samstag. Mehr als 20 Grad sind dann nicht mehr drin, und so geht es auch am Sonntag weiter. "Nur dass es noch eine Spur kühler wird", sagt Markl.

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"Tropfen auf den heißen Stein"

Der Montag beginnt mit sechs Grad plus. Ein dickes Minus gibt’s aber schon am Vormittag bei der Bewölkung: Die lockert zusehends auf, denn von Westen gewinnt ein stabiles Hoch die Oberhand – und mit ihm auch die Sonne, die die Werte auf 23 Grad steigen lässt.

Nach viertägiger Auszeit macht sich am Dienstag der Spätsommer wieder ans Werk: "Viel Sonne und bis zu 26 Grad" verspricht die Meteorologin. Bahnt sich da erneut eine Hitzewelle an? "Der Trend geht eindeutig wieder nach ‘oben’", sagt Markl. Aber nicht zu weit. Denn die Anzeichen sprechen dafür, "dass sich die Temperaturen bis Ende kommender Woche bei 26 Grad einpendeln".

Endlich Regen – ein Segen für die Natur? "Nur ein Tropfen auf den heißen Stein", sagt der Gmundner Gartenexperte Heinrich Metz. Höchstens 30 Zentimeter tief könne das Wasser in die ausgetrockneten Böden eindringen. Genug, um der Vegetation zumindest das Überleben zu sichern.

Doch es werde nicht reichen, um den Obstbäumen genügend Feuchtigkeit zu spenden, die sie zur reichlichen Anlage von Blütenknospen fürs kommende Jahr brauchen: "Da ist 2019 keine gute Ernte zu erwarten."

Die Folgen der Hitzewelle seien auch im Wald spürbar: "Der Boden ist für das Myzel der Steinpilze viel zu hart, deshalb werden sie sich frühestens Mitte September halbwegs entwickeln." Vier Wochen später als sonst. Die "Ärmsten" seien aber die Almbauern, sagt Metz: "Eine Kuh braucht pro Tag 120 Liter Wasser, doch die Bäche sind ausgetrocknet und die Bauern mussten das Wasser mühsam heranschaffen oder die Tiere frühzeitig ins Tal treiben." Durch die intensive Sonneneinstrahlung mit Temperaturen bis 60 Grad ist das Gras verdorrt, Almblumen bilden keine Blüten: "Da kommen die vier kühleren, feuchten Tage zu spät."

In den Bergen fällt der erste Schnee

In den Alpen steht am Wochenende der erste Wintereinbruch des Spätsommers bevor: "In Tirol und Vorarlberg fällt am Samstag Schnee bis auf 2000 Meter, am Sonntag sinkt die Schneefallgrenze dann sogar auf 1500 Meter", sagt ZAMG-Meteorologin Yasmin Markl: "Die Berge werden weiß." Die Tageshöchstwerte kommen an beiden Tagen auch in den Tallagen über 12 Grad kaum hinaus.

Doch schon am Montag werden die Temperaturen schnell wieder zulegen – auch im Gebirge. "Da ist es in Lagen bis 2000 Meter ebenso schnell wieder vorbei mit der weißen Pracht", sagt Markl. Länger konservieren dürfte sie sich aber oberhalb von 2000 Metern: "Dort baut sich bis zum Montag eine zwanzig Zentimeter dicke Schneedecke auf."

 

Vorschau: Nach der Hitzeperiode dominiert in den kommenden Tagen eine Kaltfront unser Wetter. Ein Intermezzo, denn ab Dienstag geht der Trend wieder Richtung Hochsommer. Die detaillierte Prognose für Ihre Region finden Sie auf nachrichten.at/wetter

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Artikel 24. August 2018 - 15:12 Uhr
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