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Wieder Ärger im Linzer Hauptbahnhof

24.Januar 2017

Linzer Hauptbahnhof
Die Polizei ermittelt im Hauptbahnhof und hofft auf weitere Zeugen.

Entwickelt hatte sich der Streit in der Straßenbahn. Der 26-jährige Linzer war mit einem Begleiter bei der Haltestelle Simonystraße eingestiegen. Auf der Fahrt zum Linzer Hauptbahnhof wurde er von einem anderen Fahrgast angestänkert. Auch dieser war in Begleitung.

Es entwickelte sich ein Streit, der beim Aussteigen beim Hauptbahnhof eskalierte. "Machen wir eins gegen eins!", soll der Kontrahent des 26-Jährigen beim Verlassen der Garnitur gesagt haben.

Faustschlag ins Gesicht

Dabei hatte er in der Straßenbahn aber schon eifrig mit dem Handy telefoniert und offenbar Verstärkung herbeigerufen. An der Haltestelle warteten bereits zwei Mitstreiter. Bei der Rolltreppe, die in den Bahnhofsbereich führt, war die streitsüchtige Gruppe bereits zu zehnt.

Der 26-Jährige wollte die Sache bereinigen und suchte vor der McDonald’s-Filiale in der Bahnhofshalle das Gespräch mit seinem Widersacher. Doch dazu kam es nicht. Ein Faustschlag traf ihn im Gesicht. Er ging zu Boden. Die Gruppe begann auf ihn einzutreten und er wurde in den Schwitzkasten genommen. Dann lief die Bande geschlossen davon.

Zum Tatzeitpunkt um 19.24 Uhr war die Bahnhofshalle voller Menschen. Ein Zeuge will erkannt haben, dass es sich bei den beiden Haupttätern um einen Araber mit schwarzem Vollbart und einen Afghanen gehandelt habe. "Wir hoffen noch auf weitere Zeugen", sagt Polizeisprecher David Furtner.

Nur neue Garnituren überwacht

Auf Bilder der Videoüberwachung aus der Straßenbahn kann die Exekutive nicht zurückgreifen. Zwar war der Beginn der Videoüberwachung in der Linzer Straßenbahn in der Vorwoche groß angekündigt worden, tatsächlich gibt es aber nur in 29 der insgesamt 62 Linzer Straßenbahn-Garnituren Überwachungskameras.

Bei der Polizei zeigt man sich verärgert: "Glücklicherweise ist die Straftat selbst am Bahnhof passiert, von wo wir am Dienstag Bilder aus Kameras der ÖBB erhalten", sagt Polizeisprecher David Furtner.

Bei der Linz AG versteht man den Unmut der Polizei nicht. "Es war immer klar, dass wir nur die 29 Garnituren mit Speichereinheiten nachrüsten, die bereits mit Kameras ausgestattet sind", sagt Linz-AG-Sprecher Jürgen Rößl. "Und für die Bilder aus der Kamera von der Haltestelle hat die Polizei gar keine Anfrage gestellt", sagt Rößl. (mini)

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19. Oktober 2019