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Oberösterreich

Voller Einsatz auf und hinter der Bühne

Alfred Rauch organisiert die Linzer „Lange Nacht der Bühnen“ am 10. November

Alfred Rauch

Alfred Rauch Bild: privat

Auf seinen ersten Berufswunsch – Priester – angesprochen, lacht Alfred Rauch. „Ich war in Kremsmünster im Internat. Im Nachhinein betrachtet habe ich Angst gehabt vor dem, was kommt“, sagt der Pettenbacher. Dass Burgtheater-Mime Hermann Scheidleder den Maturanten zu den Proben nach Salzburg mitnahm, „war das Ende meiner Berufung“. Und deren Anfang. Rauch studierte Schauspiel und Gesang am damaligen Linzer Brucknerkonservatorium und in Wien, wo er acht Jahre Chorleiter bei den Wiener Sängerknaben war.

Neun Jahre stand er am Linzer Landestheater auf der Bühne, zunächst als Spieltenor. „Meine Stimme war kein Heldentenor. Ich war in den Operetten eingesetzt“, wo man sein Talent bald erkannte. „Über den Umweg des Sängers habe ich zum Schauspiel gefunden. Es macht mir einen Riesenspaß“, wovon sich das Publikum zuletzt in den Produktionen „Blütenträume“ und „Terror“ der Linzer Gruppe theater@work überzeugen konnte.

Hinter den Kulissen zieht der Vater eines Sohnes als Kulturmanager viele Fäden: Vier Jahre leitete er die Sommertheatertage an der Grenzlandbühne Leopoldschlag (wofür er 2002 mit Regisseurin und Gattin Heidelinde Leutgöb den Bühnenkunstpreis erhielt) und sieben Jahre das internationale Jugendtheaterfestival Schäxpir.

Derzeit organisiert er das inklusive Kulturfestival sicht:wechsel und die Konzertreihe AK-Classics im Linzer Brucknerhaus. „Mir macht meine Arbeit irrsinnigen Spaß, der aber ein bissl abnimmt, weil der Umgang mit den Subventionsgebern zunehmend schwieriger wird“, spricht der 62-Jährige vielen aus der Seele: „Ich höre von Veranstaltern, dass sie vom Land die Zusagen erst kriegen, wenn die Veranstaltung längst vorbei ist. Wie soll man da seriös und verantwortungsvoll arbeiten?“

Dass das „riesige Potenzial an kreativen Kräften in Oberösterreich gefördert, gehegt und gepflegt statt zu Tode gespart wird“, ist sein Wunsch. Sein Wort in Gottes Ohr, auch ohne Habit, „der damals schon für mich geschneidert war“.

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Artikel Karin Schütze 02. November 2018 - 00:04 Uhr
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