Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 21. November 2018, 14:46 Uhr

Linz: 5°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 21. November 2018, 14:46 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Vier Gemeinden lassen Autos bald auch in Fußgängerzonen fahren

LINZ. Fußgänger, Radfahrer, Autos und Lastwagen sollen sich in vier Gemeinden die Fußgängerzonen teilen. Ein Versuch, der österreichweit einzigartig ist und eine Belebung der Ortskerne bringen soll.

Bild: OÖN Grafik

Wie können Ortskerne wieder belebt werden? Dieser Frage wurde seit Mai 2008 in einer Nahversorgungsanalyse des Landes nachgegangen. Als Angelpunkt kristallisierte sich in den Diskussionen die Verkehrsproblematik heraus. Vor allem für Wirtschaftsbetriebe seien Fußgängerzonen oft fatal, so der Tenor. „Fußgängerzonen können in manchen Bereichen zur Verödung der Straßen führen“, sagt Christine Ammerer von der Wirtschaftskammer.

Als Ergebnis der Nahversorgungsanalyse wurden gestern sogenannte Zentrumszonen präsentiert: Eine Mischung aus Tempo-30-Zonen und Fußgängerzonen. Dort sollen künftig alle Verkehrsteilnehmer ein Miteinander statt ein Gegeneinander praktizieren. Autos und Lkw sollen auf 20-km/h eingebremst werden, dafür dürfen Fußgeher auch die Straße benützen.

„Die Idee ist bei den teilnehmenden Gemeinde auf großes Interesse gestoßen“, sagt Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl.

Wenn Tempo-30-Zonen zu flott sind und Fußgängerzonen den Fahrzeugverkehr gänzlich einbremsen, gibt es laut Straßenverkehrsordnung keine andere Regelung, die zwischen diesen beiden Verordnungen liegt. „Mit der Zentrumszone ist ein zusätzliches Instrument geschaffen worden“, sagt Verkehrs-Landesrat Erich Haider.

Die Zentrumszonen sollen versuchsweise in Unterach am Attersee, Ottensheim, Freistadt und Linz entstehen. Vorerst ist das Projekt auf ein Jahr geplant, dann soll evaluiert werden. Die Gemeinden können die Zonen ab sofort beschildern.

Gesetzlich erlaubt

Für Rechtssicherheit – was in den Zentrumszonen erlaubt ist – sei gesorgt, sagt Haider. Das Land werde einen Antrag beim Bund einbringen, um eine Abänderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) zu erreichen. In informellen Gesprächen seien auch Exekutive und Autofahrerklubs eingebunden gewesen. Es gab von allen Seiten positive Signale, hieß es gestern bei der Pressekonferenz. Bis zur Änderung der StVO können Tempo-20 und Halteverbote interimistisch verordnet werden.

Kommentare anzeigen »
Artikel 28. April 2009 - 00:04 Uhr
Mehr Oberösterreich

Frau fiel auf falsche Finanzamts-Mail herein

LINZ. Die Polizei warnt vor E-Mails mit dem Absender "FinanzOnline post@bmf.gov.at".

"Ich will wieder ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben führen"

GASPOLTSHOFEN. OÖN-Christkindl hilft Adi Landgraf, der Spastiker ist und um seinen wertvollsten Besitz trauert

"Gut, wichtig und richtig sind die Schritte, die unser Bischof hier setzt"

LINZ. Umbruch in der Kirche: Reaktionen aus den Pfarrgemeinden zum "Zukunftsweg"

Sicher sechs Richtige? "Da müsste man ewig spielen"

LINZ. Statistiker Quatember zu den Chancen auf den Siebenfach-Jackpot.

Innviertler starb bei Kollision in Bayern

MARKTL. Ein tödlicher Verkehrsunfall hat sich am Dienstagabend auf der B20 in der Nähe von Marktl am Inn ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS