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Oberösterreich

Viel Schnee, etwas Eis und enorm viel Schweiß

Von Valentina Dirmaier   04. Dezember 2017 09:22 Uhr

bergtouren tourengeher
Es ist Zeit, auf Tour zu gehen: Skitouren begeistern im Winter immer mehr Sportler.

OBERÖSTERREICH. Die Skisaison hat begonnen. Aber nicht nur auf der Piste, sondern auch abseits, auf nicht präparierten Wegen. Welche Skitouren besonderes lohnend sind, verraten vier Skiberggeher.

Der Winter ist endlich angekommen. Und mit ihm auch die Freude am Schnee und Sport im Freien. Alles ist dafür angerichtet. Die Pisten sind präpariert. Die Skisaison kann beginnen. Doch längst ist der Spaß auf zwei Brettern nicht nur abwärts ein Genuss für viele. Hinauf soll es gehen. Auf Touren will man kommen. Skitouren also. Die einen begründen den Wechsel von den wuchtigen Carving-Brettern zum federleichten Skitouren- oder Freerideski mit Sparmaßnahmen. Denn auf vergleichsweise wenigen Touren werden Bergsportler vor dem Hinaufschlurfen zur Kasse gebeten.

Alle Touren im Überblick (auch hier als Artikel nachzulesen) oder als PDF-Download:

 

Der Faktor Geld ist eines, das andere sind Entschleunigung, Naturerlebnis, Anstrengung. Die Wege gen den Gipfel oder Abfahrtsstart sind - zumeist - keine Autobahnen. Skitouren begeistert zwar immer mehr, aber die Massen sind (noch) nicht unterwegs. Ein weiterer Antrieb: der sportliche Faktor. Und nach dem schweißtreibenden Hinaufspuren, vielleicht einer kleinen Jause und dem Kleiderwechsel sei den Möglichkeiten, auf Touren zu kommen, gibt es hierzulande genug. Die OÖN stellen die Top 10 in OÖ vor und (Hobby)Sportler beschreiben ihren persönlichen Lieblingsweg zum Gipfelglück:

Skitour

Um den zweitgrößten Berg herum

Die Umfahrung des Großen Priels lässt das Sportlerherz von Christoph Veres höher schlagen. Der Skihochtouren-Instruktor und Sportgeschäftinhaber fährt jährlich 50-60 Skitouren. Warum ihn der zweithöchste Berg (wenn man den Dachstein als Oberösterreicher bezeichnet) des Landes so anzieht?  

Die Skiumfahrung ist landschaftlich kaum zu überbieten, alpin fordernd und beglückt auch das Skifahrerherz“, sagt der Linzer und beschreibt seine Lieblingstour: „Der Aufstieg vom Prielschutzhaus kann entweder anspruchsvoll, oft mit Steigeiseneinsatz über die Brotfallscharte erfolgen oder gemütlicher, dafür länger durch die Klinserschlucht. Vom großen Priel geht es westseitig am Sauzahn vorbei auf den Schermberg. Die Abfahrt zur Welserhütte wäre auch direkt vom Priel über den Fleischbanksattel möglich. In beiden Fällen bietet sie oft im Frühjahr noch herrlichen Pulver. Von der Welserhütte folgt ein herrlicher Aufstieg zur Arzlochscharte. Nach der Abfahrt zur Oberen Salmeralm kann entweder zum Prielschutzhaus gequert werden oder nach Hinterstoder abgefahren werden.“

 

Von der Haustür zum Berg(steigen)

Skitour

Marlies Czerny, die Frau die fast im Vorbeigehen alle 82 4000ern Europas rauf und runter bewältigte, entspannt am liebsten bei einer ausgiebigen Bergauf-Tour mit Skiern. Wichtig ist der kreativen Schreiberin (ehemalige OÖN-Redakteurin und nun im kongenialen Zweiergespann auf hochzwei.media) aus Roßleithen die Einsamkeit in den Bergen. Massenaufläufe werden gemieden. Czerny will sich prinzipiell auch nicht auf eine bestimmte Lieblingstour festlegen.

 

Aber: „Ein kleines Abenteuer vor meiner Haustüre in der Pyhrn-Priel-Region sei dennoch verraten: Jedes Frühjahr zieht es mich zumindest einmal auf den Kleinen Pyhrgas über das Eiskar. Die Umgebung wirkt wunderbar wild und rau. Das Finale zum Gipfel bringt Spannung: In der Steilrinne gilt die Konzentration dem nächsten Schritt. Der Blick auf die Skischuhe beziehungsweise Steigeisen, die mit ihren Spitzen im steilen Schnee Halt suchen, löst ein tiefgründiges Gefühl aus. Nur bei ausgezeichneten Verhältnissen kommen die Skier mit zum höchsten Punkt. Der verspricht einen tollen Ausblick über das Windischgarstner Tal und in die Haller Mauern.“

 

Skitour

 

 

Eine Tour für Einsteiger Stefan Brunner, Bergführer aus Steyregg (www.stefanbrunner.at), schwört auf die Skitour auf den Schwarzkogel am Hengstpass (für seine Klienten) Warum? „Der Anstieg ist nicht zu lange, die Abfahrt nicht zu steil oder zu technisch, daher sehr gut für Skitouren Einsteiger geeignet. Für gute Geher ist eine zweiter Aufstieg und somit eine zweite Abfahrt über den guten Westhang möglich. Die Grundtechnik des Tiefschneefahren muss aber beherrscht werden um auf dieser Tour Spass zu haben.“ 

 

Die Rumpler-Tour

Er heißt nicht nur Freund, sondern nennt sich auch Freund - der Berge. Fotograf und Instagrammer Philipp Freund aus Gmunden, ein umtriebiger Skitourengeher, nennt die Dachstein-Rumpler-Skitour (Gjaidstein-Umrundung) seine liebste.  „Die Tour hat seinen Namen nicht aus einem schneearmen Winter, wo es unter den Skiern gerumpelt hat….!  Nein der Weg führt zwischen dem Niederen und dem Hohen Rumpler hindurch."

 

Für die, dies einfach nicht mögen, gibt’s die Option von Hallstatt weg zu gehen und den Dachstein als „Topping“ mit zu nehmen.“  Entweder per Seilbahn (20,50 Euro) oder mit Muskelkraft hinauf auf den Berg. „Von der Bergstation geht es über die Skipiste hinunter zur Gjaidstation, vorbei an der ehemaligen Militärbasis Oberfeld, in Richtung Osten gehts weiter bis zum Skigebiet Dachstein. Hier gehts wiederum mit dem Ticket vom  Schladminger Gletscher mit der Mitterstein-Sesselbahn und Sessellift zur Dachstein Bergstation. Die Loipe in Richtung Dachstein-Gipfel nehmen und dann entscheiden, ob der Gipfel noch drin ist.“

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