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Oberösterreich

Verlängerung der Mühlkreisbahn wackelt wieder

LINZ. Landesrechnungshof prüft geplante Anbindung an Hauptbahnhof – Linz stoppt Planung für zweite Schienenachse.

Verlängerung der Mühlkreisbahn wackelt wieder

Bild: VOLKER WEIHBOLD

Die Stadt Linz hat die Planungen für die zweite Schienenachse gestoppt. Der Grund dafür: Unsicherheit. Ausgelöst durch den Landesrechnungshof. Denn der prüft die Einbindung der Mühlkreisbahn über die Donau in den Linzer Hauptbahnhof. Ein Vorhaben, an dessen Sinnhaftigkeit schon länger gezweifelt wird. Die OÖN haben Anfang März darüber berichtet.

Da die Bahn über die zweite Schienenachse von der Tabakfabrik über die Gruberstraße bis zum Europaplatz geführt würde, könnte auch diese geprüft werden. Gelangt der Rechnungshof zur Ansicht, dass die geplante Führung der Schienenachse für das Land zu teuer ist, könnte es aussteigen.

Ein Szenario, das der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP) für möglich hält, sich aber dagegen wehrt. Er gehe davon aus, das halte, was vertraglich unterzeichnet sei. Für Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) ist klar, dass die Stadt Linz das Projekt bei einem Ausstieg des Landes finanziell nicht alleine stemmen könne. Dann werde man neue Überlegungen anstellen müssen. Dafür ist es noch zu früh. Dennoch wollen Luger und Hein mit weiteren Planungen für die Schienenachse warten, bis der Rechnungshof entschieden hat. Die Einbindung der Mühlkreisbahn hat in Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) seinen großen Verfechter. Er sieht sich von der Wichtigkeit des Projektes für die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs im Zentralraum durch eine Systemstudie bestätigt. Doch in der wurde lediglich die technische Machbarkeit geprüft. Die Kosten-Nutzen-Frage wurde auch hier nicht gestellt. Angesichts von täglich 2300 Fahrgästen, die auf dem Mühlkreisbahnhof ankommen, und nur 177, die weiter zum Hauptbahnhof wollen, gibt es aber Zweifel, ob dies Kosten in der Höhe von 280 Millionen Euro allein für das Land rechtfertigen würden.

Brückenbau nicht betroffen

Deshalb wird hinter vorgehaltener Hand vermutet, dass die Prüfung des Rechnungshofes dem Land die Möglichkeit bietet, elegant aus dem Ausbau der Mühlkreisbahn herauszukommen.

Der Bau der neuen Donaubrücke, über die die zweite Schienenachse führen soll, ist davon nicht betroffen. Im Mai 2018 wird laut Linz AG mit den Bauarbeiten an der Brücke begonnen, die statisch so ausgerichtet ist, dass sie "zwei bis vier Schienen" verträgt. 

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Artikel (rgr) 28. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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