Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 17. Februar 2019, 07:46 Uhr

Linz: -2°C Ort wählen »
 
Sonntag, 17. Februar 2019, 07:46 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Umstrittene Stromleitung wird vorerst nicht weitergebaut

VORCHDORF/KIRCHDORF. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), dass es für die "110-kV-Leitung Vorchdorf-Steinfelden-Kirchdorf" einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bedarf, hat die Energie AG angekündigt, die Arbeiten "ordnungsgemäß zurückzufahren".

(Symbolbild) Bild: Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Die Netz Oberösterreich GmbH, der Strom- und Netzbetreiber des Energie-AG-Konzerns, werde den Abschluss des Verfahrens abwarten, bevor die Stromleitung weiter errichtet werde. Man rechne mit rund 18 Monaten, bis darüber entschieden ist, ob nicht doch eine UVP durchgeführt werden muss.

Neun Kläger hatten einen Bescheid der oberösterreichischen Landesregierung angefochten, wonach das Vorhaben keiner UVP bedürfe. Streitig war, ob der Schwellenwert für Rodungen (20 ha), ab dem eine UVP erforderlich wird, erreicht werde.

Der Verwaltungsgerichtshof hatte den Europäischen Gerichtshof um Klärung der Rechtslage aufgefordert, ob der geplante sogenannte Trassenaufhieb als Rodung anzusehen sei. Bei einem Trassenaufhieb handelt es sich um Flächen unterhalb von Leitungen, auf denen es zu Fällungen kommen kann, damit der Mindestabstand zu den Leitungsseilen gewahrt bleibt.

Der EuGH urteilte nun, dass Anhang II Nr. 1 Buchst. d der Richtlinie 2011/92/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 über die UVP bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten dahingehend auszulegen sei, dass Trassenaufhiebe zum Zweck der Errichtung und der Bewirtschaftung einer energiewirtschaftlichen Freileitungsanlage für die Dauer ihres rechtmäßigen Bestands "Abholzungen zum Zweck der Umwandlung in eine andere Bodennutzungsart" im Sinne dieser Bestimmung darstellen.

 

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 08. August 2018 - 13:51 Uhr
Mehr Oberösterreich

Ski-Unfälle in Oberösterreich fordern zwei Verletzte

KRIPPENSTEIN/HOCHFICHT. Zwei teils schwere Ski-Unfälle ereigneten sich am Samstag in Oberösterreich.

"Als Polizist musst du heute viel aushalten"

Wie hat sich die Polizei in 45 Jahren verändert? Josef Schallmeiner weiß es.

Tabakfabrik trifft Newsroom: Die Bühne für kreative Köpfe

LINZ. "Digital Award" und Diskussionsreihe: Die Linzer Tabakfabrik und die OÖNachrichten wachsen mit neuen ...

Eine erste Spur zu den Linzer Posträubern?

LINZ. Sie sind nicht die einzigen Räuber, die gesucht werden: Seit August 2017 blieben fünf Banküberfälle ...

Große Online-Petition für die Rettung der Bienen

LINZ. Rudi Anschober startet Kampagne für den Schutz der Artenvielfalt.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS