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Umfrage: Zwei Drittel fühlen sich vom Islamismus bedroht

Von (kri)   29.Januar 2015

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(Symbolbild)

Ein ebenso hoher Prozentsatz hält die Integration muslimischer Zuwanderer für misslungen. Sogar 68 Prozent wünschen sich mehr Überwachung von islamischen Bildungseinrichtungen, Moscheen und Gebetshäusern. Und 57 Prozent lehnen Koran-Verteilaktionen ab. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 731 Oberösterreichern ab 16 Jahren, die das parteiunabhängige Wiener Meinungsforschungsinstitut OGM vom 7. bis 13. Jänner im Auftrag der FPÖ Oberösterreich durchgeführt hat.

Gestern stellte FP-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner die Ergebnisse vor, wobei er anmerkte, "dass die Anschläge in Paris genau zum Zeitpunkt der Umfrage stattgefunden haben". Dadurch habe sich das Bedrohungsempfinden noch einmal deutlich erhöht. Das bestätigt auch der Vergleich mit einer im Dezember durchgeführten Erhebung der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft in Wien. Damals hatten sich nur 40 Prozent bundesweit vom Islamismus bedroht gefühlt.

Laut OGM-Geschäftsführer Wolfgang Bachmayer "sehen die 30- bis 50-Jährigen die Situation noch am entspanntesten", aber auch in dieser Gruppe würde die Ablehnung überwiegen. Am größten seien die Vorbehalte in Linz, Wels und Steyr. "Die einzige Gruppe, die mehrheitlich nicht so negativ gegenüber dem Islam eingestellt ist, sind die Grün-Wähler", so Bachmayer. Doch auch hier liege ihr Anteil bei mehr als 50 Prozent.

"56 Prozent halten die Maßnahmen gegen die Radikalisierung von Muslimen für unzureichend", so Haimbuchner. Er fordert einen Zuwanderungsstopp aus dem muslimischen Kulturraum. Integrationsunwilligen sei das Sozialgeld zu streichen, "in letzter Konsequenz gehören sie abgeschoben." 

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28. Juli 2021