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Oberösterreich

Taxi-Test in Wels: Mit Tempo 160 durchs Stadtgebiet

Von nachrichten.at/apa   08. Oktober 2018 11:38 Uhr

Taxistand beim Hauptbahnhof
(Symbolbild)

WELS. Ein Taxi-Test in Wels hat schwere Verfehlungen ergeben. Unter anderem wurde mit Tempo 160 durch das Stadtgebiet gerast und bei Rot über eine Kreuzung gefahren.

Bei einem Mystery Shopping war nur bei fünf von 60 Fahrten alles in Ordnung. Das gaben die Auftraggeber, die Stadt Wels und die Wirtschaftskammer, in einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag bekannt. Anzeigen folgen. Wels. Auslöser für die Untersuchung waren gehäufte Beschwerden von Taxikunden beim Bürgercenter der Stadt über bestimmte Betriebe. Geklagt wurde über Qualitätsmängel, Raserei und Betrug bis hin zu Übergriffen. Deshalb ließen sich Mitarbeiter einer damit beauftragten Firma anonym von Ende April bis Anfang September 60 Mal vor allem von Wagen der kritisierten Taxiunternehmen durch die Stadt chauffieren. In fünf Fällen war alles in Ordnung. Bei weiteren 33 Fahrten kam es zu leichten Verfehlungen. Die Mystery Shopper erklärten dennoch, sie würden gerne wieder dieses Taxi in Anspruch nehmen.

Aber bei 22 Fahrten gab es zum Teil schwere Verfehlungen: Neben unerlaubt hoher Geschwindigkeit und Missachten einer roten Ampel wurde gegen eine Einbahn gefahren. Weiters gab es Betrug, die Missachtung der Belegpflicht oder zumindest einen schlampigen Umgang mit Rechnungen. So wurde eine Beleggebühr von fünf Euro verlangt oder nur ein handgeschriebener und kaum leserlicher Zettel als Rechnung ausgehändigt. Weiters wurde ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, während der Fahrt SMS getippt, ohne Taxameter im Stadtgebiet oder ein großer Umweg gefahren.

Als Konsequenz werden Anzeigen bei der Polizei und der Gewerbebehörde erfolgen. Geplant ist weiters unter anderem eine verstärkte Kooperation zwischen der Stadt, der Gewerbebehörde, der Wirtschaftskammer und den zuständigen Behörden Finanz, Gebietskrankenkasse und Polizei. Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FPÖ) kündigte an, alle gesetzlichen Möglichkeiten zu ergreifen, damit die auffällig gewordenen Taxiunternehmen und -lenker künftig keine Personentransporte mehr durchführen dürfen. Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner (ÖVP) und der Obmann der Fachgruppe Taxiunternehmen in der Wirtschaftskammer Gunter Mayrhofer bedauerten, dass sich die Beschwerden aus der Bevölkerung bestätigt hätten - einige "schwarze Schafe" würden eine ganze Branche in Misskredit bringen. Die Situation werde weiter ganz genau beobachtet. Sollte sich nichts ändern, werde es weitere Kontrollen geben, wurde angekündigt.

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