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Oberösterreich

Tausende stürmten Finanzämter nach Falschmeldung

Von nachrichten.at/hip   29. November 2016 10:08 Uhr

Tausende stürmten am Montag die Finanzämter in Österreich. Aufnahme aus einem Info-Center in Wien.

LINZ. Eine Falschmeldung im Internet hat am Montag in Finanzämtern nicht nur in Linz und Wels, sondern in ganz Österreich Chaos ausgelöst. Unbekannte hatten in türkischen Sozialen Netzwerken behauptet, dass zu wenig Familienbeihilfe ausbezahlt worden sei.

Der letzte Tag für eine Neuberechnung der Familienbeihilfe sei der 28. November, so die Falschmeldung. Tausende besorgte Türken suchten daraufhin die Finanzämter in Österreich auf.  "Es war ein wahrhafter Ansturm. Nicht nur, dass mehr als 1000 Leute in den Ämtern waren, wir haben auch genauso viele E-Mails erhalten. Wir werden Wochen brauchen, um alle zu beantworten", sagt ein Sprecher des Finanzministeriums Wien. 

Seit Montagvormittag berichtigt das Ministerium die Falschmeldung - sowohl in Sozialen Netzwerken als auch in den Finanzämtern selbst. Das Finanzministerium hat auf seiner Website inzwischen auch eine Richtigstellung auf Deutsch und Türkisch veröffentlicht. 

Auch aus Linz und Wels berichteten Mitarbeiter von ähnlichen Zuständen. "Dieser Montag war der außergewöhnlichste Montag, den ich bislang erlebt habe", sagte ein Mitarbeiter mit mehrjähriger Arbeitserfahrung. "Nach fünf Minuten war der Parkplatz voll, die Menschen sind mit gefälschten Formularen aus dem Internet gekommen. Wir haben den Leuten zwar erklärt, dass es sich um eine Falschmeldung handelt, aber niemand hat uns geglaubt. Weil es im Internet stand, glauben alle, dass es stimmen muss". 

 

Die Richtigstellung des Finanzamts

Diese Richtigstellung hat das Bundesministerium für Finanzen auf der Website veröffentlicht:

"Information zu Falschmeldungen zur Familienbeihilfe

Leider wurden über das Wochenende mehrfach Falschmeldungen bezüglich einer etwaigen Neuberechnung der Familienbeihilfe verbreitet.

Die Höhe der Familienbeihilfe steht in keinem Zusammenhang mit dem Einkommen der Eltern. Hier finden Sie einen Familienbeihilfenrechner des zuständigen Bundesministeriums für Familien und Jugend (http://www.bmfj.gv.at/), der Ihnen Auskunft über die zustehende Familienbeihilfe gibt: http://familienbeihilfenrechner.bmfj.gv.at/

Das Arbeitsmarktservice (http://www.ams.at/) stellt unter folgendem Link http://www.ams.at/service-arbeitsuchende_nachberechnung eine Information über eine Nachberechnung des Arbeitslosengeldes zur Verfügung. Dies hat keinen Einfluss auf die Familienbeihilfe, daher besteht keine Möglichkeit auf eine „Neuaufrollung“ der Familienbeihilfe.

Darauf folgte dann auch die Übersetzung des Textes ins Türkische:

Cocuk parasiyla alakali yanlis haberlerle ilgili bilgi:

Malesef hafta sonu cocuk parasinin (Familienbeihilfe) yeniden hesaplana bilecegine dagir bir cok yanlis haber yayilmis. Cocuk parasinin miktari hic bir sekilde ebeveynlerin geliriyle alakasi yoktur. Bu link´de sorumlu Aile Bakanligin sayfasinda (www.bmfj.gv.at) sizin hakkiniz olan cocuk parasinin miktarina bakabilirsiniz: http://familienbeihilfenrechner.bmfj.gv.at/

AMS´in sayfasinda (www.ams.at) bu link issizlik parasini (Arbeitslosengeld) yeniden hesaplaya bilmek icin ams tarafindan hizmete sunulmustur: http://www.ams.at/service-arbeitsuchende_nachberechnung. Fakat bunun cocuk parasiyla (Familienbeihilfe) hic bir ilgisi yoktur, o nedenden dolayi cocuk parasinin yeniden hesaplanmasi mümkün degildir."

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