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Oberösterreich

Schulbeginn: Am Montag geht’s für 190.000 Schüler los

LINZ. Zahlreiche Neuerungen treten in Kraft: So dürfen in höheren Schulen Direktoren ihre Lehrer nun selbst auswählen.

Schulbeginn: Am Montag geht’s für 190.000 Schüler los

So wie diese Schulanfängerin in Ebensee werden am Montag 14.600 Kinder erstmals in die Schule gehen. Bild: Hörmandinger

Für knapp 190.000 Schüler in Oberösterreich sind die Ferien (fast) vorbei: Sie starten mit Montag in das neue Schuljahr. Ab dann wird nicht nur für die rund 14.600 Erstklässler vieles neu:

Deutschklassen: 153 sogenannte Deutschförderklassen wird es in Oberösterreich geben. Diese werden für jene Schüler eingerichtet, die zu wenig Deutsch können, um dem Unterricht folgen zu können. "Zwei Drittel der Klassen sind im Zentralraum Linz", sagt Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Konkret in vier Bezirken: Linz, Linz-Land, Wels und Vöcklabruck. "Wir konnten für alle Klassen eine Lösung finden", sagt der zuständige Landesschulinspektor Franz Payrhuber. Denn viele Schulen hatten Raumprobleme. Bei einigen Schulen musste man aber zu einer Notlösung greifen: Dort werden Kinder mit und ohne Sprachdefizit gemeinsam unterricht, allerdings von zwei Lehrerinnen. Wo weniger als acht Kinder eine Sprachförderung brauchen, findet diese integrativ statt. Das betrifft 607 Klassen.

Schulbeginn: Am Montag geht’s für 190.000 Schüler los

Schulautonomie: In den höheren Schulen dürfen Direktoren ab sofort ihre Lehrer selbst aussuchen. Dabei bewerben sich die Lehrer online, die Direktoren laden sie zum Bewerbungsgespräch und entscheiden. "Wir schreiten nur noch ein, wenn mehrere Direktoren einen Lehrer anfordern, oder wenn es keine Bewerber um eine Stelle gibt", sagt der zuständige Landesschulinspektor Günther Vormayr. Das System funktioniere gut: "An manchen Schulen gibt es bis zu 300 Bewerbungen für offene Stellen." Im nächsten Schuljahr sollen auch die Leiter an den Pflichtschulen diese Möglichkeit haben. Weitere Änderungen durch die Schulreform: Schulen können sich zu Clustern zusammenschließen, eine Schulstunde muss nicht mehr 50 Minuten dauern.

Digitale Grundbildung: Seit heuer gibt es das Fach "digitale Grundbildung": Im Laufe der vier Jahre müssen Neue Mittelschulen oder Gymnasien in der Unterstufe zwei bis vier Wochenstunden anbieten. "Es geht darum, bei Schülern und Lehrern das Herz für die Digitalisierung zu öffnen", sagt Bildungslandesrätin Christine Haberlander (VP). Einen Schwerpunkt legt sie auch auf die Technik: Nun gibt es bereits 17 Technische Neue Mittelschulen im ganzen Land. "Der Andrang zu diesem Schwerpunkt ist bei den Schulen groß", sagt sie. Eine Analyse der ersten vier Standorte zeigte: Ein Drittel der Absolventen wechselt in eine HTL. "Wenn das so bleibt, haben wir unser Ziel erreicht", sagt Klampfer. (hes)

 

Schule in Zahlen

189.647 Schüler gehen ab Montag in Oberösterreich wieder zur Schule. Das sind um 0,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 14.628 von ihnen sind Schulanfänger, um 231 mehr als 2017.

959 Lehrer werden heuer mit Schulbeginn in den 968 Schulen angestellt, davon 727 Lehrer in den Pflichtschulen.

1204 Lehrer stehen derzeit auf der Warteliste, davon 777 Volksschullehrer. Einen Lehrermangel gibt es daher in Oberösterreich noch nicht. „Wir werden in Zukunft sicher viele Lehrer brauchen, aber nicht in allen Fächern“, sagt Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Mangelfächer sind Deutsch, Informatik, Sport und Physik.

41 Prozent: Um so viel stieg die Zahl der Erstklassler bei den Schulen für Elementarpädagogik. Sie erleben den größten Zustrom. Die Fachschulen und die HTLs haben dagegen weniger Schulanfänger als im vergangenen Jahr.

 

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Artikel 08. September 2018 - 00:04 Uhr
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