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Oberösterreich

Sara Safarkhani: Sie lehrt Flüchtlinge das Schwimmen

Sara Safarkhani bewahrt Asylwerber von Jung bis Alt vor dem Ertrinken.

Sara Safarkhani Bild:

Als Sara Safarkhani mit ihrem kleinen Sohn vor fünf Jahren nach Österreich kam, hatte sie nicht viel mehr als ihre Träume und die Hoffnung auf ein besseres Leben im Gepäck. Die aus Teheran geflüchtete Journalistin und ehemalige Wettkampfschwimmerin konnte nicht mehr ertragen, dass Frauen in ihrer Heimat unterdrückt werden und die Meinungsfreiheit mit Füßen getreten wird. Heute ist die 36-Jährige froh, den Schritt ins Ungewisse gewagt zu haben. Ihren Lebensunterhalt bestreitet Sara als Trainerin beim ersten Welser Schwimmklub. Bis vor kurzem war sie dort geringfügig angestellt. Heuer wurde ihr Stundenkontingent erhöht.

Was sie in ihrem Job leistet, kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Unter anderem lehrt sie Asylwerbern das Schwimmen. "Als ich hierher kam, fiel mir auf, dass die meisten Migrantenkinder nicht schwimmen können", erinnert sich die in Linz lebende Trainerin. Nicht ohne Grund ist der Tod durch Ertrinken eine der häufigsten Todesursachen bei jungen Asylwerbern.

2017 startete Sara unter dem Motto "Schwimmen für alle" die ersten Kurse in Linz. Heuer ist sie im Welser Freibad aktiv. Die Ergebnisse sind verblüffend: "Am Anfang hatten die Kursteilnehmer Angst, nicht unterzugehen. Nach wenigen Übungsstunden springen viele schon vom Drei-Meter-Turm vergnügt ins Wasser." Finanziert werden die Kurse vom Integrationsreferat des Landes und der Stadt Wels.

Für ihre Schülerinnen und Schüler stellt der Unterricht im Schwimmbecken eine willkommene Abwechslung zu ihrem tristen Alltag dar: "Die meisten Kursteilnehmer sind Männer. Es sind aber auch Frauen dabei", freut sich die aufgeschlossene Perserin.

Ihr erklärter Berufswunsch hat sich noch nicht erfüllt. Wie in Teheran will sie auch hierzulande wieder als Journalistin arbeiten. Dieses Ziel verfolgt sie Schritt für Schritt mit großer Beharrlichkeit. Bis sie soweit ist, schützt Sara noch möglichst viele Menschen vor dem Ertrinken.

 

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Artikel Erik Famler 03. August 2018 - 00:04 Uhr
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