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Oberösterreich

Rauchverbot im Auto: Polizei will Klarheit

02. Juni 2018 00:04 Uhr

Rauchverbot im Auto: Polizei will Klarheit
Polizist Heinz Oberauer (vowe)

WIEN. Wer künftig in seinem Pkw raucht, obwohl Kinder oder Jugendliche mitfahren, muss 50 Euro Bußgeld zahlen.

Die Kontrolle des Verbots obliegt der Polizei. Das Gesundheitsministerium hat Anfang Mai in einem Erlass die zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden aufgefordert, die Voraussetzungen für die Einhebung von Organstrafverfügungen zu schaffen.

Keine Schwerpunktkontrollen

Der Leiter des Verkehrsreferats des Linzer Stadtpolizeikommandos, Heinz Oberauer, sagt: "Wir werden einstweilen weiterhin vor allem sensibilisierend und abmahnend unterwegs sein." Nur Lenker, die sich besonders uneinsichtig zeigen, müssten mit einem Organmandat oder mit einer Anzeige rechnen. "Es ist aber nicht so, dass wir jetzt mit Schwerpunktkontrollen das Rauchen im Auto überwachen werden", sagt Oberauer. Die Reaktionen der Lenker, die von der Polizei auf die neue Regelung aufmerksam gemacht werden, seien äußerst unterschiedlich: "Von ,so a Blödsinn‘ bis ,völlig richtig‘ ist da alles dabei", sagt Oberauer.

Cabrio und E-Zigaretten?

Für die Polizei sei es aber derzeit schwierig, das neue Gesetz zu exekutieren, weil es noch Unklarheiten gebe, sagt der Chefinspektor: "Werden auch Raucher in einem Cabrio gestraft, wenn Jugendliche mitfahren, oder fallen auch E-Zigaretten unter das Verbot? Diese Fragen lässt der Gesetzgeber derzeit noch offen", kritisiert Oberauer. Das Gesundheitsministerium müsse diese offenen Fragen mit einem entsprechenden Erlass beantworten, fordert er. (hip)

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