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Oberösterreich

Ranking: In Wels lebt es sich am besten

LINZ. Wie zukunftsfähig sind unsere Bezirke? Für eine Studie wurden alle 94 Bezirke Österreichs anhand von vier Kategorien bewertet. Wels und Wels-Land schneiden besonders gut ab.

Wels

Wels und Wels-Land schneiden im Zukunftsranking besonders gut ab. Bild: OÖN/Famler

Sie wollen in jenem oberösterreichischen Bezirk leben, der am besten für die Zukunft gerüstet ist? Dann sollten Sie nach Wels-Land ziehen. Zu diesem Ergebnis kommt das eben erschienene erste Zukunftsranking der österreichischen Bezirke, das von der Beratungsfirma Pöchhacker Innovation Consulting im Auftrag der führenden Bundesländerzeitungen, darunter die OÖNachrichten, erstellt wurde.

Dabei wurden alle 94 Bezirke Österreichs anhand von 38 Kriterien aus den Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Innovation sowie Lebensqualität analysiert. Österreich-Sieger ist Krems an der Donau, auf dem letzten Platz landete Gmünd im Waldviertel. Wien liegt auf Platz 27.

Oberösterreich ist jenes Bundesland mit den meisten Bezirken in den Top 20, insgesamt fünf an der Zahl. Am besten schneidet Wels-Land auf Platz sieben ab. Der Bezirk punktet unter anderem mit einer hohen Geburtenrate, vielen Beschäftigten im High-Tech-Produktionssektor und der zweithöchsten Frauenerwerbsquote Österreichs.

Sinkende Kriminalitätsrate

Dahinter folgt die Stadt Wels auf Rang acht. "Wels hat beispielsweise einen hohen Anteil an jungen Erwachsenen zwischen 15 und 29 Jahren und eine hohe Geburtenrate", sagt Volkswirt Johannes Scherk von Pöchhacker Consulting. Zwar liegt Wels bei Arbeitsmarkt-Kategorien wie Arbeitslosenquote oder Erwerbstätige mit Pflichtschulabschluss im hinteren Bereich, nimmt aber in der Lebensqualität-Wertung den ersten Platz aller österreichischen Bezirke ein.



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"Wels hat eine sehr niedrige Verschuldung, die noch einmal stark gesunken ist", sagt Scherk. "Die ärztliche Versorgung ist sehr gut, die Anzahl der Straftaten ist um elf Prozent gesunken." Insgesamt ist die Kriminalität in Wels relativ zwar hoch – diesbezüglich nimmt die Stadt den 85. Rang ein –, aber für das Ranking sei die Entwicklung eines Bezirks genauso wichtig wie der Ist-Zustand. Das heißt: Ein Bezirk, der von einem niedrigen Niveau gestartet ist, aber einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, kann mitunter besser abschneiden als ein Bezirk, der zwar gut dasteht, aber sich kaum entwickelt hat. "Der Grund dafür ist, dass man daran die Dynamik erkennen kann, wie gut ein Bezirk für die Zukunft vorgearbeitet hat", sagt Scherk.

Hohe Schulden schaden Linz

Linz dagegen ist in Sachen Lebensqualität auf dem letzten Platz gelandet. "In diesem Fall wirkt sich die Verschuldung ganz massiv aus", sagt Scherk. "Linz hatte 2016, gemessen an den Einwohnern, die zweithöchsten Schulden in Österreich und die drittmeisten Straftaten. Im Gegensatz zum Bundestrend ist die Kriminalität auch noch gestiegen."

In der Gesamtwertung nimmt Linz den 37. Rang ein, einen Platz hinter der Stadt Steyr, auf deren Haben-Seite ein hoher Anteil an Beschäftigten im High-Tech-Produktionssektor stehen, während sich hohe Kriminalität und eine niedrige Frauenerwerbsquote eher negativ auswirken.

Positiv schneidet Linz dagegen im Niveau-Ranking ab, das den aktuellen Zustand eines Bezirks abbilden soll. Hier liegt die Landeshauptstadt, die gute Gesamtdaten aufweist, österreichweit auf dem sechsten Rang. Genau einen Platz hinter Wels.

Die ganze Studie finden Sie hier:



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Artikel 17. März 2018 - 00:05 Uhr
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