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Oberösterreich

Pyhrnbahn: Die ÖBB investieren 70 Millionen Euro

SPITAL AM PYHRN. Gleisanlagen und Weichen werden modernisiert. Streckensperren sind dafür notwendig.

Zweimal mussten die Pendler aus dem Süden Oberösterreichs auf der Pyhrnstrecke in den vergangenen Wochen ihren Zug verlassen. Viele kamen deswegen zu spät zur Arbeit. Probleme mit den Gleisen, die zu den Zugstopps führten, sollen laut den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf der Pyhrnstrecke bald nicht mehr vorkommen.

Die ÖBB nehmen heuer eine umfangreiche Modernisierung der 104 Kilometer langen Pyhrnstrecke zwischen Linz und Selzthal vor. Die Hauptarbeiten starten im Mai. Es werden unter anderem Gleisanlagen, Weichen, Bahnsteige und Brücken in einzelnen Abschnitten und Bahnhöfen auf der Strecke erneuert. Dazu wird der Bosrucktunnel generalsaniert.

Die Arbeiten erfordern ab der Jahresmitte Streckensperren. Für Fahrgäste wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Das Investitionsvolumen liegt bei mehr als 70 Millionen Euro, wobei die Hälfte davon auf den Tunnel entfällt. Unter anderem wird die Tunnelsohle in manchen Bereichen vollständig erneuert. Zudem werden über die gesamte Tunnelstrecke die Gleise renoviert. Bereits in diesem Monat starten die Vorarbeiten dazu.

Die Hauptarbeiten sind von Mitte Juni bis Mitte Dezember geplant. Eine Sanierung bei laufendem Betrieb ist nicht möglich, da die Tunneltrasse eingleisig verläuft. Die Arbeiten sind schwierig. "Nachdem der Tunnel nur 5,5 Meter breit ist, ist das Ein- und Ausfahren von mehreren Baumaschinen gleichzeitig nur begrenzt möglich", erklärt Werner Prem, Projektverantwortlicher bei den ÖBB. Auch auf der steirischen Seite der Pyhrnstrecke wird umgebaut - und zwar zwischen Ardning und Selzthal, wo eine 72,5 Meter lange Brücke über die Enns gebaut wird. Sie wird als sogenannter "Langerscher Balken" errichtet. Dabei wird eine Bogenbrücke mit einer Stahlverbundbetonplatte gefertigt, was für die ÖBB den Vorteil haben soll, die Brücke künftig kaum mehr warten zu müssen. Die Gesamtkosten liegen bei 4,4 Millionen Euro.

Mehrere Bauabschnitte

Die Hauptarbeiten finden aber in Oberösterreich statt. Beim heuer größten Infrastruktur-Bauprojekt der ÖBB in unserem Bundesland werden mehrere Bauabschnitte eingerichtet: Linz-Traun, Kirchdorf-Steyrling, Traun-Nettingsdorf, Linz/Wegscheid-Traun und Hinterstoder-Spital am Pyhrn sowie Spital am Pyhrn-Selzthal.

Es werden neben Gleisanlagen und Oberleitungen ebenso Entwässerungsanlagen, Überfahrtsbrücken, Weichenanlagen und teilweise auch neue Bahnsteige errichtet, wie beispielsweise an den Bahnhöfen in Traun und in Ansfelden. (mini)

 

Grafik: Streckensperren



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Artikel 08. April 2016 - 00:04 Uhr
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