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Oberösterreich

Polizist verunglückte bei Bergrennen kurz vor dem Ziel

20. April 2015 00:04 Uhr

Linzer Polizist verunglückte bei Bergrennen Landshaag kurz vor dem Ziel
Peter Schiffbänker mit seiner Kawasaki am Samstag beim Training für das Bergrennen Landshaag.

LANDSHAAG / SANKT MARTIN. Seine Leidenschaft für den Motorrad-Rennsport wurde dem Linzer Polizisten Peter Schiffbänker (52) zum tödlichen Verhängnis.

Gestern gegen 10 Uhr kam der Rennfahrer beim Training für das Bergrennen Landshaag-St. Martin 600 Meter vor dem Ziel mit seiner Kawasaki von der Straße ab und starb noch an der Unglücksstelle.

Spitzengeschwindigkeiten von 300 Kilometer pro Stunde erreichen Motorräder auf der 3620 Meter langen Bergstrecke von Landshaag in der Gemeinde Feldkirchen (Bezirk Urfahr-Umgebung) hinauf nach St. Martin im Mühlkreis (Bezirk Rohrbach). 270 Teilnehmer hatten sich heuer für das vom MSC Rottenegg organisierte Rennen angemeldet. Darunter auch Peter Schiffbänker, Polizist von Beruf und leidenschaftlicher Motorradfahrer.

Beim Landshaager Bergrennen hatte der 52-Jährige in der Superbike-Klasse die Startnummer 289. Beim Training am Samstag verlief alls gut. Sonntag gegen 10 Uhr startete Schiffbänker mit seiner Kawasaki zu einer weiteren Trainingsfahrt. Der Rennfahrer hatte fünf Sechstel der Rennstrecke zurückgelegt, als es passierte: In einer Rechtskurve 600 Meter vor dem Ziel kam der Motorradfahrer links von der Straße ab und schlitterte auf einer Wiese weiter.

Vier Meter hochkatapultiert

Als das dahinschlitternde Motorrad einen Güterweg überquerte, hob das Renngerät ab und stieg samt Fahrer vier Meter in die Höhe. Mit großer Wucht prallten Motorrad und Rennfahrer gegen die Ziegelwand einer Garage. Die enorme Energie des Aufpralls schlug ein Loch in die Mauer. "Innerhalb kürzester Zeit waren Notärzte bei dem verunglückten Rennsportler. Doch er war nicht mehr zu retten", sagt Markus Altenstrasser, Organisationsleiter des Bergrennens im Mühlviertel und Obmann des veranstaltenden Motorsportclubs Rottenegg.

Kaum einer zog Start zurück

Nach dem tödlichen Unfall überlegten die Veranstalter, das Rennen, dessen Start für Sonntag um 12.30 Uhr angesetzt war, abzusagen. Doch die Diskussion ergab, doch zu starten. "Es hatten sich 270 Teilnehmer aus neun Nationen angemeldet. So hart es klingen mag: Motorradrennen sind gefährlich", sagte Altenstrasser im Gespräch mit den Oberösterreichischen Nachrichten. Trotz des tödlichen Unfalls zogen nur wenige Rennfahrer ihren Start zurück. "99 Prozent der Gemeldeten sind an den Start gegangen", sagte Altenstrasser.

Das Bergrennen Landshaag – St. Martin gilt als Klassiker der österreichischen Motorrad-Rennen. Mehrere Kategorien, darunter auch die der Superbikes, in der der tödlich verunglückte Peter Schiffbänker genannt hatte, zählen nicht nur für die Bergrennsport-Staats-, sondern auch für die Europameisterschaft. (gsto)

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