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Oberösterreich

Polizeiwaffen-Diebstahl: Wie die Polizei den Täter fand

LINZ. Nach dem Wiederauftauchen der zwei verschwundenen Waffen aus den Polizeidienststellen Sattledt und Kremsmünster geben die OÖN Antworten auf bisher noch ungeklärte Fragen.

Polizeiwaffen-Diebstahl: Wie die Polizei den Täter fand

Zwei derartige Glock 17 wurden aus den Dienststellen entwendet. Bild: fotokerschi.at

Wann wurde die zweite Waffe aus der Polizeidienststelle Kremsmünster entwendet?

Am 21. November, exakt 52 Tage nachdem bereits aus der Polizeiinspektion (PI) Sattledt eine Waffe der Marke "Glock 17" verschwunden ist, bemerkte ein Polizist in der Früh bei seinem Dienstantritt das Fehlen seiner Waffe. Der Beamte hatte dies noch am selben Tag gemeldet.

Wie gelangte der mutmaßliche 17-jährige Täter in die Waffenkammern?

In den beiden betroffenen Dienststellen werden die Dienstwaffen in eigenen Räumen verwahrt. Zum Öffnen der Räume muss bei den Türen jeweils ein spezieller Code eingegeben werden. In beiden Fällen dürften die Türen beim Verlassen des Raumes nicht ausreichend fest zugezogen worden sein. Der 17-Jährige dürfte beide Waffen in der Früh während der Dienstablöse der Beamten entwendet haben.

Wie wurden die Waffen aus den Polizeidienststellen geschmuggelt?

Der Tatverdächtige versteckte die Waffen jeweils in seiner Jacke und nahm sie nach Arbeitsende mit nach Hause.

Was gab den Ausschlag, dass der Täter ins Visier der Ermittlungen geriet?

Nach dem Verschwinden der ersten Waffe aus der PI Sattledt wurde wochenlang die Version des damals diensthabenden Polizisten mittels Befragung zahlreicher Polizisten, Gegenüberstellungen und DNA-Abgleiche überprüft. Wie berichtet, hatte der Beamte angegeben, die Waffe einem angeblichen Kollegen für einen "sehr gefährlichen Einsatz" geborgt zu haben.

Nachdem aber weder der vermeintliche Beamte noch der ominöse Einsatz verifiziert werden konnte, fokussierten sich die Ermittler nach Verschwinden der zweiten Waffe in Kremsmünster auf externe Personen. Da beide Dienststellen von denselben zwei Personen einer Reinigungsfirma betreut wurden – dem 17-jährigen Türken aus Pasching und seiner Großmutter –, wurde im Elternhaus des Burschen eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Er war sofort geständig und sagte den Beamten, dass er die beiden gestohlenen Glock 17 auf dem Dachboden versteckt hat.

Und welche Fragen sind noch ungeklärt?

Rätselhaft bleibt, warum der inzwischen suspendierte Polizist der PI Sattledt nach wie vor bei seiner Version der verliehenen Pistole bleibt. Aufgrund der Aussagen des 17-Jährigen gilt diese als unwahrscheinlich.

Unklar ist auch, ob der Lehrling mit den beiden Glock Schüsse abgefeuert hat. Dies muss ein Ballistik-Gutachter klären. (nieg)

Video: Verschwundene Polizeiwaffen sind wieder aufgetaucht

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Artikel 07. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
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