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Oberösterreich

Platz 1, 2, 3 bei der WM: Warum wir die Besten sind

VILLACH. Feuerwehr-Weltmeisterschaft: Einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze holten Oberösterreichs Nachwuchs-Feuerwehren. Die OÖN sprachen mit einem Jugendtrainer über die Gründe für die oberösterreichische Dominanz.

Platz 1, 2, 3 bei der WM: Warum wir die Besten sind

Die Feuerwehr-Jugend Bad Mühllacken trainierte im Frühling an vier von fünf Wochentagen. Nun ist sie Weltmeister. Bild: FF.BM

"Noch nie hat es in der jüngeren Vergangenheit so eine Dominanz oberösterreichischer Feuerwehren gegeben", sagt Max Kastner, Nachwuchsbetreuer bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Mühllacken.

Schon bei den Weltmeisterschaften 2013 und 2015 hat es Medaillen und Titel für Oberösterreichs Feuerwehr-Jugend gegeben. Doch die aktuellen Erfolge bei der Heim-WM in Villach erinnern dank eines Mehrfachtriumphs an die besten Zeiten österreichischer Skifahrer.

Schließlich räumten die Burschen und Mädchen der Jugendgruppen aus Bad Mühllacken (Bezirk Urfahr-Umgebung), St. Martin im Mühlkreis (Rohrbach) und Guggenberg (Vöcklabruck) mit Gold, Silber und Bronze alle Stockerlplätze für Oberösterreich ab. Und mit lediglich 0,14 Punkten schrammten die Jung-Feuerwehrfrauen aus Mitteregg-Haagen Sand (Steyr-Land) hauchdünn am Weltmeistertitel vorbei, den sich eine Gruppe aus Tschechien holte.

Doch woher rührt diese Dominanz oberösterreichischer Feuerwehren im nationalen und internationalen Vergleich?

"Die Tschechen, die Russen und die Polen sind körperlich extrem stark. Die nehmen uns im Sprint einige Sekunden ab", sagt Kastner, der die gemischte Jugendgruppe aus Bad Mühllacken gerade zum Weltmeistertitel geführt hat. Dennoch hatten seine Mädchen und Burschen am Ende die Nase vorn, und das liege an den zahlreichen Wettbewerben in Oberösterreich.

In den meisten anderen Bundesländern und auch im Ausland gibt es nur eine Handvoll Ausscheidungen, bei der die Jugend unter Wettkampfbedingungen trainieren und sich so wertvolle Erfahrung für internationale Bewerbe holen kann.

"In Oberösterreich haben wir jedes Jahr 45 bis 50 Bezirksbewerbe. Von Mitte Mai bis zum Ferienbeginn sind unsere Jungen jedes Wochenende bei einem anderen Wettkampf", sagt Kastner. Dieser dauernde Wettbewerb sei verantwortlich für die technische Überlegenheit und mache die jungen Oberösterreicher so stark.

Darüber hinaus ist für den Weltmeister-Trainer auch die Vorbildwirkung ein entscheidender Faktor: "Wir bieten den Jungen einiges, aber wir erwarten uns auch viel. Wenn unser Nachwuchs merkt, dass wir uns als Betreuer voll reinhängen, dann tun sie das auch." Das sei ungemein motivierend. Dabei ist der Sport nur ein kleiner Bestandteil. Viel wichtiger sei das Teamwork. "Wir gewinnen und verlieren gemeinsam", sagt Jugendtrainer Kastner.

 

Video: Mit einem Dreifachsieg für Oberösterreich hat die heimische Feuerwehrjugend bei der Weltmeisterschaft in Villach geglänzt und sich gegen internationale Konkurrenz durchgesetzt.

Der WM-Vater

Nicht nur die „kleinen“, sondern auch die „großen“ Feuerwehrmänner aus Oberösterreich machten sich den Weltmeister unter sich aus: St. Martin im Mühlkreis holte gestern bei der Feuerwehr-WM in Villach den Titel und stellte bei der Löschangriffszeit mit 28,16 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Silber ging an die Stillfüssinger aus der Gemeinde Waizenkirchen (Bezirk Grieskirchen). Und die Wettkampfgruppe für Feuerwehrsport aus Frankenburg (Vöcklabruck) fixierte in ihrer Disziplin Bronze. Nicht mehr aus dem Feiern herauskommen wird vermutlich der frischgebackene Weltmeister Bernhard Willnauer: Der St. Martiner wurde am Vorabend des WM-Bewerbs Vater eines Sohnes und war noch über Nacht zuhause.

 

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Artikel René Jo. Laglstorfer 15. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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