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Oberösterreich

Pferd ging in der Traun „baden“

Von Von Alfons Krieglsteiner   10. Juni 2010 00:04 Uhr

Pferd stürzte in die Traun

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OHLSDORF. Manchmal wird aus einem ganz normalen Pferd im wahrsten Sinn des Wortes ein „Flusspferd“: Die Feuerwehr Ohlsdorf musste am späten Dienstagnachmittag deshalb zu einer spektakulären Rettungsaktion ausrücken.

„So etwas passiert bei uns im Schnitt zwei Mal im Jahr, weil wir in Ohlsdorf fünf Reiterhöfe haben“, sagt der Ohlsdorfer Kommandant Ernst Pesendorfer. Um 16.29 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf einer besorgten Pferdebesitzerin ein: Sie war mit ihrer Warmblutstute ein paar Meter weit in den seichten Uferbereich der Traun bei Ohlsdorf „baden“ gegangen, als sich das Tier plötzlich vom Halfter losriss und vom hochwasserführenden Fluss erfasst wurde.

Das Pferd wurde 600 Meter weit abgetrieben, konnte sich dann mit leichten Schürfwunden aus eigener Kraft an einen felsigen, extrem steilen Uferbereich retten. Bei der überstürzten Flucht blieb es im Gestrüpp stecken. Die Ohlsdorfer Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen und dem Stützpunkt-Boot aus. 26 Mann schaufelten den Weg frei, entfernten die Bäume und hoben das Tier mit der Seilwinde des Rüstfahrzeugs Zentimeter um Zentimeter an. Nach eineinhalb Stunden war die Befreiungsaktion beendet, an deren Gelingen Tierarzt Reinhard Kaun aus Altmünster maßgeblichen Anteil hatte.

„Das Pferd war in Schräglage eingekeilt und akut absturzgefährdet“, sagt Kaun. Mit einer Injektion wurde es ruhig gestellt und in ein Bergegeschirr gesteckt. Den Kopf schützte ein Bergehelm. An der Umlenkrolle wurde es 15 Meter Richtung Traun gehievt. „Wäre es uns dabei aus dem Bergegeschirr geglitten, wäre es im Fluss verloren gewesen“, sagt Kaun. Am Traunreiterweg wurde das Tier dann von seiner Besitzerin in Empfang genommen und nach Hause gebracht.

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