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Oberösterreich

Perseiden: Die Nacht des Sternschnuppen-Regens

LINZ/WEYREGG. Höhepunkt des Meteorschauers steht uns am Wochenende bevor. Die Sicht dürfte heuer gut sein.

Perseiden: Die Nacht des Sternschnuppen-Regens

Die Sternschnuppen sind da. Bild: (Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut / Koberger)

Sie sind etwa so groß wie ein Stecknadelkopf und bestehen aus Staub und Eis. Und doch löst ihr Anblick bei vielen Beobachtern Begeisterung aus: die Sternschnuppen, die während des Perseiden-Schauers zu sehen sind. Besonders viele flitzen in der Nacht auf Montag über den Himmel.

"Ungefähr 20 bis 30 pro Stunde Sternschnuppen kann ein einzelner Beobachter dann sehen, abhängig von den Sichtverhältnissen", sagt Erwin Filimon, der Obmann des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut, der die Sternwarte Gahberg in Weyregg betreibt. Dort finden alljährlich vom 11. bis zum 13. August die "Nächte der Sternschnuppen" statt, bei denen auch Besucher willkommen sind. Die Sicht dürfte heuer gut sein: Zum einen ist klares Wetter vorausgesagt, zum anderen überstrahlt kaum Mondlicht die Sternschnuppen, weil noch fast Neumond ist.

Apropos störendes Licht: Um die Perseiden gut sehen zu können, begibt man sich am besten an einen dunklen Platz ohne Straßenlaternen, vorbeifahrende Autos oder beleuchtete Gebäude. Ihren Ursprung scheinen die kleinen Meteore im Sternbild des Perseus zu haben – daher auch der Name "Perseidenschauer."

Ein Komet löst sich auf

"Tatsächlich handelt es sich um Auflösungsprodukte des Kometen Swift-Tuttle, der die Sonne umkreist", sagt Filimon. Für eine Umrundung benötigt Swift-Tuttle rund 133 Jahre. Hinter sich zieht er eine Art Schweif aus Kometenmaterie her. Einmal im Jahr, um den 12. August, kreuzt die Erde diese Staubspur. "Wenn die kleinen Meteore dann mit rund 60 Kilometer pro Sekunde in die Lufthülle der Erde eindringen, ionisieren sie die Luftmoleküle und regen sie zum Leuchten an", erklärt Filimon.

Dies führt zu den Leuchterscheinungen, die wir als Sternschnuppen bezeichnen. Woher der Brauch, sich bei deren Anblick etwas zu wünschen, stammt, ist unbekannt. Er dürfte aber damit zusammenhängen, dass Himmelszeichen früher als göttliche Botschaften gedeutet wurden. Ob die Wünsche in Erfüllung gehen? Probieren Sie es doch am Wochenende selbst aus. (wal)

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Artikel 10. August 2018 - 05:15 Uhr
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