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Oberösterreich

Oberösterreicher im Internet: schneller, mobiler und kritischer

22. Mai 2009 00:04 Uhr

LINZ/STEYR. Immer mehr Oberösterreicher nutzen mobile Internet-Zugänge. Sie werden aber vorsichtiger, glauben längst nicht alles, was im Web steht und hüten sich, persönliche Daten preiszugeben. Das zeigt eine Studie des Lehrgangs e-Business an der FH Steyr exklusiv für die OÖN.

Mehr als 600 Internet-Nutzer haben sich an dieser Studie beteiligt, die einen Vergleich über die vergangenen drei Jahre ermöglicht. Wie in ganz Österreich sinkt auch in Oberösterreich die Zahl derer, die privat keinen Internet-Zugang haben.

Bei der Art der Anbindung legen ADSL-Breitband und mobiles Internet stark zu, während das gute alte Modem am Aussterben ist und auch Kabelanschlüsse stark rückläufig sind. Zur Suche im Netz verwenden die Oberösterreicher am liebsten Google, gefolgt von der Wissens-Plattform Wikipedia. Andere Suchmaschinen, wie Yahoo, können sich nicht durchsetzen. Wikipedia verzeichnet einen zaghaften Aufwärtstrend, weil immer weniger Nutzer angeben, dass sie „noch nie“ auf dieser Seite etwas gesucht hätten.

Inseratbörsen für verschiedene Bereiche wie Immobilien, Autos etc. bleiben mit drei bis vier Prozent ebenfalls ein Minderheitenprogramm.

Nicht mehr „nur positiv“

Je mehr die Oberösterreicher das Internet nutzen, desto kritischer werden sie. Die Zahl derer, die das Netz für „komplex und undurchsichtig“ halten, ist von 6,6 Prozent auf 9,1 gestiegen. Die Zahl der Anwender, die dem Web uneingeschränkt positiv gegenüberstehen, ist von 59,5 Prozent im Jahr 2006 auf nur noch 50,9 Prozent Ende 2008 stetig gesunken. Einen Aufwärtstrend erlebt auch der Anteil derer, die nicht zu viele persönliche Daten im Netz sehen wollen (Stichwort „gläserner Mensch“): 14,1 Prozent sind ein Rekordwert. Besonders störend finden die Landsleute einen langsamen Seitenaufbau, gefolgt von „toten“ Links (Seite kann gar nicht aufgebaut werden), der Gefahr einer Computerviren-Infektion und Werbemails (Spam).

Für 35,3 Prozent ersetzt Internet-Surfen zwar gelegentlich das Fernsehen, aber für immer weniger Nutzer das Zeitunglesen: „Wahrscheinlich steigt in der Web-Informationsflut das Bedürfnis nach selektierter und geprüfter Information. Man kann ohnehin nicht mehr alles lesen und im Internet steht totaler Unsinn direkt neben Wichtigem – also überlässt man der Zeitung die Auswahl und holt sich dort Überblick und Orientierung“, vermuten die Studien-Autoren. (pa)

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