Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 21. September 2018, 09:37 Uhr

Linz: 25°C Ort wählen »
 
Freitag, 21. September 2018, 09:37 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Oberösterreich ist gut gerüstet gegen die Schweinepest

Landesrat Max Hiegelsberger lud zu einem rundem Tisch nach Fall nahe der österreichischen Grenze

Nicht nur Wildschweine können die Afrikanische Schweinepest übertragen. Bild: Foto: vowe

LINZ. Die Afrikanische Schweinepest ist dicht an Österreich herangerückt. So gab es erst kürzlich zwei Fälle in Zlin in der Tschechischen Republik, also rund 80 Kilometer von der niederösterreichischen Grenze entfernt. Zwei Wildschweine waren an dieser Seuche verendet. Oberösterreich - rund 37 Prozent aller heimischen Schweine werden in unserem Bundesland gehalten -  sei aber  gut gerüstet gegen die Schweinepest, heißt es seitens des Landes.

So lud Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger am Dienstag zu einem Runden Tisch mit Vertretern der Land- und Forstwirtschaft, der Schweinebranche, der Landwirtschaftskammer, dem Landesveterinärdienst, der Tierärztekammer und auch des Landesjagdverbands sowie der Sozialhilfeverbände ein. Denn: „Die Seuche kann nicht nur durch Wildschweine übertragen werden, sondern auch durch Menschen  und sogar durch Essensreste. In Zlin dürfte so der Erreger weiter gegeben worden sein“, sagt Hiegelsberger. Es gelte, Bewusstsein zu schaffen. „Eine Info-Kampagne ist in vielen Bereichen wichtig. Egal ob Pflegehelfer, Fernfahrer oder Montage-Arbeiter aus östlichen Ländern, die vielleicht ihr Essen mitbringen und das dann weggeworfen wird und von Schweinen gefressen wird  - sie alle müssen über die Risiken bescheid wissen“, sagt Landesveterinär-Direktor Thomas Hain. Hiegelsberger macht auch auf die Gefahr aufmerksam, dass die Pest durch Auslands-Jagden in Tschechien, den baltischen Ländern oder Polen eingeschleppt werden kann. „Wir können aber nur empfehlen, auf solche Jagden zu verzichten, rechtlich haben wir keine Handhabe.“ 

Präventions-Maßnahmen wurden jedenfalls schon gesetzt: So gibt es auf Bundesebene eine „Task Force“, außerdem wurden diverse Broschüren aufgelegt und lege die Schweinegesundheits-Verordnung die wesentlichen Rahmenbedingungen für Tierhalter fest. Aber: „Die Erfahrungen zeigen, dass das Infektionsrisiko in den Sommermonaten höher ist als sonst“, sagt Hiegelsberger. Franz Reisecker, Präsident der oberösterreichischen Landwirtschaftskammer sagt, es gehe darum, dass Risiko einer Einschleppung zu minimieren. Denn das Szenario wäre schlimm: „Hätten wir einen Fall von Schweinepest, wurde der Schweinemarkt komplett zusammenbrechen. Das wäre wirtschaftlich eine Katastrophe.“

Kommentare anzeigen »
Artikel 14. März 2018 - 11:59 Uhr
Mehr Oberösterreich

Mit Klappmesser auf Ex-Frau eingestochen: Mann vor Gericht

LINZ. Ein 36-Jähriger muss sich ab heute, Freitag, in Linz vor Gericht verantworten, weil er versucht ...

Alkolenker fuhr nach Unfall mit Taxi weiter

OFFENHAUSEN. Freiwillige Feuerwehren, Rettungshunde und sogar ein Polizeihubschrauber kamen bei der Suche ...

"Sie hat ihn ausgenommen wie eine Weihnachtsgans"

RIED/SCHÄRDING. Suizid wegen falscher Liebe und Erpressung?

Schülerkalender der Freiheitlichen Jugend erhitzt die Gemüter

LINZ/EFERDING. Ein Kalender, den die Freiheitliche Jugend Oberösterreich derzeit an Schüler und Lehrlinge ...

Mühlviertler Schule schrieb Begrüßungsbussi vor

SAXEN. Verhaltensregeln zur richtigen Begrüßung haben an der Neuen Mittelschule Saxen (Bezirk Perg) die ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS