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Oberösterreich

Mühlkreisbahn neu: "Fertigstellung bis 2025 ist ambitionierte Vorgabe"

LINZ. Der Landtag fasste am Donnerstag einen einstimmigen Grundsatzbeschluss für eine Modernisierung und Verlängerung der Mühlkreisbahn bis zum Linzer Hauptbahnhof.

Mühlkreisbahn neu: "Fertigstellung bis 2025 ist ambitionierte Vorgabe"

Künftig soll die Mühlkreisbahn bis zum Linzer Hauptbahnhof fahren. Bild: Thomas Fellhofer

Von einem großen Tag für den öffentlichen Verkehr sprach Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) in der gestrigen Landtagssitzung. Trotz zahlenbedingter Zweifel an der Notwendigkeit wurde ein einstimmiger Grundsatzbeschluss für das Projekt "Mühlkreisbahn neu" mit einer Anbindung an den Hauptbahnhof gefällt.

Wie berichtet, fahren derzeit nur 200 von rund 2000 Fahrgästen, die täglich am Mühlkreisbahnhof ankommen, bis zum Hauptbahnhof weiter.

Auch wenn sich die Abgeordneten einig waren – so recht trauen wollten einige der Sache noch nicht. "Es wurden seit 1995 sieben verschiedene Studien vorgestellt und 2008 bereits ein Grundsatzbeschluss für die City-S-Bahn gefällt. Ich glaube erst an die Verwirklichung, wenn ich die Bagger fahren sehe", sagte Severin Mayr (Grüne).

"Stadtbahn" durch Linz

Die City-S-Bahn sei nach EU-Recht nicht umsetzbar, sagte Steinkellner. "Eine Vollbahn durchzubinden, ist nicht machbar. Sie darf nicht mit einer Straßenbahn kreuzen." Eine "Stadtbahn", wie Steinkellner sie nennt, die sowohl als Elektro- als auch als Dieselfahrzeug betrieben werden kann, sei dagegen kompatibel und könne zum Teil auf den Gleisen der Straßenbahn fahren.

Steinkellner räumte ein, dass es bei dem Projekt noch Planungsbedarf gebe, sowohl was die technische Umsetzung als auch die Finanzierung betrifft. Wie berichtet, soll die Bahn großteils auf der geplanten zweiten Straßenbahn-Schienenachse durch Linz geführt werden.

Einigkeit herrschte in dem Punkt, die Bahn bis zum Hauptbahnhof zu führen. "Wenn sie nicht durchgebunden wird, bleibt sie ein Inselbetrieb. Die Mühlkreisbahn kann nur attraktiv werden, wenn man mit ihr den Zentralraum erreicht", sagte Georg Ecker (VP).

Erich Rippl (SP) wies auf die derzeit niedrigen Fahrgastzahlen hin. "Klar muss man diese kritisch hinterfragen. Derzeit liegt der Schwachpunkt aber eindeutig an der Umstiegstelle am Bahnhof Urfahr", sagte er. Werde dieses Problem in einem ersten Schritt behoben, würde die Bahn für die Pendler attraktiver. Als Nächstes müsse eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Land, Stadt Linz, ÖBB und den Linz Linien einberufen werden.

"Linz Linien" als Betreiber?

Steinkellner wünscht sich die Linz Linien als Betreiber der "Stadtbahn". "Wir brauchen sie als starken Partner, sind aber an die Ausschreibungskriterien gebunden", sagte der Verkehrslandesrat. Für die neue Bahn müsse auch keine eigene Schienenmeisterei aufgebaut werden. "Das könnte beispielsweise die Infrastruktursparte der ÖBB übernehmen."

Auch wie weit die Bahn ins Mühlviertel fahren soll, ist noch nicht geklärt. "Sie könnte bis Aigen-Schlägl fahren", sagte Steinkellner. Eines stehe fest: Die Bahn bis 2025 fertigzustellen, sei bei der Größe des Projekts eine ambitionierte Zielvorgabe. (mini)

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