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Oberösterreich

Mord-Trophäen

07. Oktober 2008 02:26 Uhr

Die amerikanischen FBI-Profiler Robert Ressler und John Douglas haben sich 1988 in ihrem Buch „Sexualmord – Verhaltensmuster und Motive“ eingehend mit der Thematik von Trophäen beschäftigt. Die Experten der Kriminalpsychologie fanden in ihren bearbeiteten Fällen einerseits immer wieder, dass der Angreifer Dinge von seinen Opfern behält, um sich an den Mord zu erinnern und möglicherweise später damit seine Gewaltfantasien anzuregen und auszuleben. Dabei handelt es sich meist um „Unorganisierte Täter“.

Andererseits werden Trophäen auch mitgenommen, um sie als „Preis einer erfolgreichen Tat“ zu behalten. Bei dieser Tätergruppe handelt es sich meist um „Organisierte Täter“.

Als Trophäen werden in den meisten Fällen Kleidungsstücke, Schmuck oder Ausweise des Opfers mitgenommen. Allerdings kann es sich auch um Körperteile oder Haare (Kopf- oder Schamhaare) handeln.

„Trophäen sind ein Erinnerungsanker für zumeist schwer gestörte Persönlichkeiten. Diese leben ihre Störung intensiv in der Fantasie und sehr selten in Tathandlungen aus“, sagt dazu die forensische Psychiaterin Heide Kastner aus Linz. „Das Problem ist, dass die Täter ihre Störung dann in ganz isolierte Handlungen fokusieren und der übliche Lebensbereich weitgehend unauffällig gehalten werden kann. Das macht die Betreffenden für die Umwelt oft völlig unscheinbar.“

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