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Oberösterreich

Missbrauchs-Vorwurf gegen Patres in Kremsmünster

11. März 2010

Stift Kremsmünster
Stift Kremsmünster

LINZ/KREMSMÜNSTER. Ein ehemaliger Internatsschüler erhebt schwere Vorwürfe gegen Patres des Stiftes Kremsmünster. Im OÖN-Interview spricht er über sexuellen Missbrauch und Gewalt-Exzesse.

Die Vorfälle gehen auf die 1980er-Jahre zurück, als der Schüler dort die Unterstufe des Gymnasiums besucht hat. Der damalige Zögling belastet konkret drei inzwischen pensionierte Erzieher. Waren die Schüler im Speisesaal zu laut, seien sie geschlagen und sexuell gedemütigt worden, sagt der frühere Gymnasiast. Es sei auch vorgekommen, dass ein Pater seine Hand in die Pyjamahose eines Internatschülers gesteckt hat. Für geringste Vergehen habe es harte Schläge und schikanöse Strafen gegeben.

Abt Ambros Ebhart kündigte an, die Vorwürfe prüfen zu lassen. Die Diözese Linz will den Fall in der „diözesanen Kommission gegen Missbrauch und Gewalt“ untersuchen. Pater A., der von dem Ex-Zögling schwer belastet wird, weist gegenüber den OÖN die Vorwürfe entschieden zurück.

Bundesweit haben heuer bereits etwa 30 Personen bei den Ombudsstellen der Diözesen sexuellen Missbrauch gemeldet. Das sind fast doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Mittlerweile hat jener Priester, der in den 1970er und 80er Jahren in der Steiermark bis zu zwanzig Kinder und Jugendliche missbraucht oder belästigt haben soll, sein Amt zurückgelegt. Er war zuletzt im Burgenland tätig gewesen.

Der Missbrauchs-Skandal weitet sich auch andernorts aus. Morgen wird der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz mit Papst Benedikt XVI. darüber sprechen.

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