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Oberösterreich

Licht- und Futtermangel machen unendlich müde

Viele Tiere nützen den Winter als natürliche Auszeit. Um zu überleben, senken sie ihre Temperatur herab und legen sich schlafen.

Licht- und Futtermangel machen unendlich müde

Eichhörnchen unterbrechen ihre Winterruhe immer wieder. Bild: OÖN

Die Schneedecke glitzert in der Wintersonne, es ist eiskalt und mucksmäuschenstill. Nichts deutet auf Leben hin. Doch der Eindruck täuscht. In einer Höhle neben dem Wald hängen Fledermäuse wie leblose Tropfen von der Decke – ihre Köpfe unter die Flughäute gesteckt. Sie schlafen tief und fest.

Das ist ihre Überlebensstrategie, um den Winter zu überstehen. "Die Kälte würde den Fledermäusen nichts ausmachen, aber die Tatsache, dass keine Insekten herumschwirren, die sie fressen können, zwingt sie dazu, ihre Lebensfunktionen so weit herabzusetzen, dass sie ohne Nahrung auskommen", erklärt Stephan Weigl vom Biologiezentrum Linz.

Genauso wie die Fledermäuse machen es Murmeltiere, Hamster und Siebenschläfer. Auch sie setzen ihre Körperfunktionen auf Sparflamme und verträumen die kalte Jahreszeit in Felsritzen, Wurzelstöcken oder unterirdischen Höhlen. "Winterschläfer können ihre Körpertemperatur auf ein bis neun Grad Celsius herabsenken, ihren Herzschlag verlangsamen und die Atmung massiv abfalchen", sagt Weigl. Sie verbrauchen deshalb so wenig Energie, dass sie über Monate mit ihren Fettreserven auskommen.

Wann es so weit ist, sich zur Ruhe zu begeben, sagt ihnen ihre innere Uhr. Durch die kürzer werdenden Tage im Herbst stellt sich der Hormonhaushalt der Tiere um, ihre Fettdepots im Körper wachsen und sie werden unendlich müde.

Winterruhe

Dachs, Eichhörnchen, Waschbär und Braunbär reagieren nicht so drastisch auf den Wechsel zur kalten Jahreszeit. "Sie setzen ihre Körpertemperatur nur zwei bis drei Grad herab und unterbrechen ihren Winterschlaf immer wieder, um zu fressen", so Weigl.

Fische, Frösche, Eidechsen, Schildkröten und Insekten erstarren im Winter völlig. Frösche vergraben sich entweder im Schlamm oder suchen kleine Mäusegänge, um in Winterstarre zu fallen. Dort gefriert es nur selten.

Insekten verstecken sich im Holz und in kleinen Ritzen. Sie haben eine Art Frostschutzmittel im Körper, sodass ihre Körperflüssigkeit selbst bei Minustemperaturen nicht gefriert.

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Artikel Ulrike Griessl 07. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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