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Oberösterreich

Leopold Engleitner überlebte drei KZ – heute wird er 105 Jahre alt

Von Von Helmut Atteneder   23. Juli 2010

Leopold Engleitner feiert heute seinen 105. Geburtstag.

ST. WOLFGANG. Leopold Eng-leitner hat einen buchstäblichen Überlebenswillen. Drei Konzentrationslager hat der St. Wolfganger überlebt. Heute feiert der drittälteste Oberösterreicher seinen 105. Geburtstag.

„I bin’s, da Leopoid Engleitner. Hörn tua i schon schlecht, ober sonst geht’s nu.“ Leopold Engleitner ist zufrieden mit dem, was ihm das Leben noch bietet. Für die Glückwünsche der Oberösterreichischen Nachrichten bedankt er sich mit einem lauten „Daungsche“. Seinen heutigen 105. Geburtstag feiert er in Wels – bei einem Seminar der Zeugen Jehovas, deren Glaubensgemeinschaft der drittälteste Oberösterreicher seit Jugendtagen angehört.

Das, woran er glaubt, hat Engleitners Schicksal geprägt. Aus Glaubensgründen verweigerte er den Nazi-Schergen den Kriegsdienst. Er überlebte schwer verletzt drei Konzentrationslager. Seine Leidensgeschichte ist unter dem Titel „Ungebrochener Wille – der außergewöhnliche Mut eines einfachen Mannes“ erschienen. Der Mühlviertler Autor Bernhard Rammerstorfer hat Eng-leitners Erinnerungen aufgeschrieben. Das Buch ist in vier Sprachen erschienen, Engleitner erzählte seine Geschichte in der ganzen Welt, im Vorjahr unter anderem in Chicago und im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Leopold Engleitner lebt in seinem Domizil in St. Wolfgang alleine, tagsüber wird er betreut. „Er sitzt zwar seit vielen Jahren die meiste Zeit im Rollstuhl, aber sein Wille und seine Begeisterung, vor allem für seine Überzeugungen, sind nach wie vor unglaublich“, ist Amtsleiter Alois Linner stolz auf den mit Abstand ältesten Gemeindebürger.

Unterschiedlich gut geht es den beiden ältesten Oberösterreichern. Agnes Resch, seit 17. Jänner 105 Jahre alt, muss intensiv betreut werden. „Sie ist bettlägerig, es wird halt nicht leichter in dem Alter“, sagt ihre Schwiegertochter Rosa Resch.

Josef Kastenhuber, geboren am 12. Februar 1905, ist noch gut beisammen. „Er isst gern und wenn es passt, dann wird auch getanzt“, sagt Schwester Monika vom Altenheim Bad Ischl, in dem Kastenhuber seit sechs Jahren lebt.

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