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Oberösterreich

Leiche des vermissten russischen Tauchers aus dem Attersee geborgen

STEINBACH AM ATTERSEE. Die Leiche eines seit über drei Wochen im Attersee (Bezirk Vöcklabruck) abgängigen russischen Tauchers ist Sonntag in den frühen Morgenstunden mit einem Tauchroboter geborgen worden.

Wochenlang haben Feuerwehr und Wasserrettung nach dem 41-jährigen Russen gesucht. Bild: Wolfgang Spitzbart

Das berichtete die Landespolizeidirektion am Sonntag. Der 41-jährige Russe war am 20. April bei einem Tauchgang beim Platz "Ofen" verunglückt. Seither wurde der Bereich immer wieder systematisch abgesucht.

Elf Mitglieder der österreichischen Wasserrettung von den Stützpunkten Unterach am Attersee, Nussdorf am Attersee und Salzburg lokalisierten mit einem Tauchroboter mit einer Kamera den Mann in einer Tiefe von 143,5 Metern. Gegen 00.40 Uhr konnte der Vermisste geborgen und im Bereich der Tauchstelle "Ofen" in der Gemeinde Steinbach am Attersee, von wo aus der Sportler auch seinen Tauchgang unternommen hatte, an Land gebracht werden.

Die Feuerwehr ortete den Vermissten am vergangenen Sonntag in einer Tiefe von 120 Metern. "Von wo diese Diskrepanz herkommt, müssen wir nun besprechen um daraus wieder für die Zukunft zu lernen", sagte Gerald Berger, Landesleiter der Wasserrettung am Sonntag zur APA.

Der Wassersportler hatte vor zwei Wochen mit einem Unterwasser-Scooter alleine bis in eine Tiefe von 100 Metern tauchen wollen. Weil er am Nachmittag offensichtlich noch immer nicht aufgetaucht war, alarmierten andere Taucher die Einsatzkräfte. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. Laut Berger sei die Ursache bei solchen Tauchunfällen oft ein kleiner Fehler beim Umgang mit den verschiedenen Gasgemischen. "In solchen Tiefen kann man nicht mehr mit normaler Atemluft tauchen, da braucht man mehrere Flaschen mit verschiedenen Gasgemischen für die unterschiedlichen Tiefen. Wenn man da einmal zu spät wechselt oder das falsche Gas erwischt, ist man binnen Sekunden bewusstlos. Kleine Fehler gehen leider meist tödlich aus."

Die zuständige Staatsanwaltschaft Wels hat eine Obduktion angeordnet. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, sagte Birgit Ahamer von der Staatsanwaltschaft Wels am Sonntagvormittag zur APA. Mit einem Ergebnis könne man im Laufe der Woche rechnen.

Der Attersee ist ein bei Tauchern sehr beliebtes Revier, manche Bereiche gelten allerdings als tückisch. Jedes Jahr kommt es zu schweren Unfällen, oft auch mit Toten.

 

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Artikel nachrichetn.at/apa 13. Mai 2018 - 10:35 Uhr
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