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Oberösterreich

Landesfeuerwehrkommandant tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

LINZ. Der Chef von mehr als 92.000 Feuerwehrleuten zieht sich zurück: Landesfeuerwehrkommandant Johann Huber tritt aus gesundheitlichen Gründen seinen Ruhestand an. Dank der fünf Enkelkinder wird die freie Zeit alles andere als ruhig: "Mir wird überhaupt nicht fad werden."

Johann Huber

Johann Huber Bild: Weihbold

Der 62-Jährige ist seit 20 Jahren der oberste Feuerwehrmann im Land, eine intensive Zeit, die am 31. Mai enden wird. "Ich hoffe, dass mir in meinem letzten Lebensabschnitt Gesundheit gegönnt ist und ich mit meiner Familie noch viele schöne Momente erleben darf", sagt Huber zu nachrichten.at. Auf die vergangenen 20 Jahre blickt der Landesfeuerwehrkommandant zufrieden zurück.

"Ich habe eine sehr schöne Zeit erleben dürfen, in der mich die angenehem Zusammenarbeit mit allen, von den obersten Funktionären bis hin zu den 925 Kommandanten besonders geprägt hat", sagt der 62-Jährige. "Wir konnten gemeinsam etwas schaffen und die Früchte ernten, wie etwa bei der Feuerwehrjugend. Als ich die Funktion übernahmen, hatten wir 3.500 junge Feuerwehrleute, heute sind es 10.000." Auch die Zahl der aktiven Mitglieder konnte jährlich gesteigert werden. "Rückblickend ist es sehr gut für mich gelaufen, ich bin sehr jung in diese Funktion gekommen und habe stets Unterstützung von allen bekommen."

"Zwei Jahre Karteileiche"

Die Karriere von Huber hat allerdings bescheiden begonnen: "Mein Vater meldete mich mit 16 Jahren bei der Feuerwehr an, ich wollte aber nicht und war zwei Jahre nur eine Karteileiche, bis mich Freunde dazu überredet haben, richtig mitzumachen." Ab dem Zeitpunkt war für ihn aber klar, dass er aktiv am Feuerwehrgeschehen teilhaben will.

Dabei hat Huber, der aus dem Bezirk Schärding stammt, nie den Boden verloren und ist seinem Motto treu geblieben: "Das Wir zählt und nicht das Ich." Nach seinem Rücktritt will der 62-Jährige intensiv Zeit mit seiner Frau Maria, den beiden Kindern und fünf Enkelkindern verbringen. "Die eigenen Kinder sieht man leider nicht bewusst aufwachsen, weil der Beruf einem viel Zeit nimmt, die man auch gerne investiert. Jetzt möchte ich das aber mit meinen Enkerln nachholen. Mir wird überhaupt nicht fad werden," sagt Huber mit einem Lächeln.

Sein Nachfolger wird beim Bezirks- und Abschnittsfeuerwehrkommandantentag in einer geheimen Wahl gekürt. Die Wahl muss von der Landesregierung noch ausgeschrieben werden. Als chancenreichster Kandidat wird Hubers Stellvertreter Wolfgang Kronsteiner gehandelt.

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Artikel Manuela P. Kaltenreiner 14. April 2011 - 19:29 Uhr
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